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Neue Förderrunde des Programms „JOBSTARTER plus“ gestartet

Um den gegenwärtigen Problemen auf dem Ausbildungsmarkt zu begegnen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) neue Projekte in der dualen Berufsausbildung.

In der neu aufgelegten Förderrunde von “JOBSTARTER plus” werden innovative Projekte zur Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen und des Übergangs von der Schule in die Ausbildung unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt auf Steigerung der Attraktivität und Qualität betrieblicher Ausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Das BMBF setzt in vier Förderlinien folgende inhaltliche Schwerpunkte:

Förderlinie 1: Unterstützungs- und Beratungsstrukturen für KMU

KMU fällt es zunehmend schwerer fällt, Ausbildungsplätze mit Jugendlichen zu besetzen. Um die Ausbildungsbeteiligung von KMU zu erhalten und neue Betriebe für die Ausbildung zu gewinnen, sollen innovative Projektansätze KMU dabei unterstützen, bestehende Besetzungs- und Passungsprobleme ihrer Branchen zu verringern oder den Stellenwert und das Potenzial beruflicher Bildung in bestehenden Wirtschafts- und Forschungsclustern zu erhöhen.

Förderlinie 2: Ausbildung und Migration – KAUSA Servicestellen

Die KAUSA Servicestellen vermitteln zwischen Migrantenorganisationen und anderen Akteuren der beruflichen Bildung. Durch Aufbau und Umsetzung regionaler Koordinierungs-, Informations- und Beratungsstrukturen sollen Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund langfristig Unterstützung vor Ort erhalten. Ziel ist es, die Ausbildungsbeteiligung von Selbstständigen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der beruflichen Ausbildung zu erhöhen.

Förderlinie 3: Zusatzqualifikationen während der dualen Berufsausbildung

Das Bildungsinstrument der Zusatzqualifikationen eröffnet Betrieben die Möglichkeit, näher am betriebsspezifischen Bedarf auszubilden, ihre Ausbildung attraktiver zu gestalten und so leistungsstarke Auszubildende für sich zu gewinnen. Für die Auszubildenden wiederum können sich Möglichkeiten eines Aufstiegs in der Berufskarriere eröffnen. Die zu fördernden Projekte sollen das bestehende Angebot an Zusatzqualifikationen unter Berücksichtigung der regionalen Bedarfe für die berufliche Erstausbildung nutzbar zu machen. Ziel ist es, mit der Nutzung des vorhandenen Angebots von Zusatzqualifikationen in der betrieblichen Erstausbildung die Verzahnung von Aus- und Weiterbildung auszubauen.

Förderlinie 4: Entwicklung und Erprobung interregionaler Mobilität

In zahlreichen Regionen Deutschlands besteht auf dem Ausbildungsstellenmarkt ein großes Ungleichgewicht zwischen dem Ausbildungsplatzangebot der Betriebe auf der einen Seite und der Ausbildungsplatznachfrage der Jugendlichen auf der anderen Seite. Um solche Passungsprobleme langfristig zu lösen, werden Projekte zu Erhöhung der interregionalen Mobilität von ausbildungssuchenden Jugendlichen gefördert. Dabei sollen KMU unterstützt werden, mit geeigneten Maßnahmen Jugendliche aus einer anderen Region als Auszubildende zu gewinnen und Jugendliche zu einem höheren Maß an Mobilität innerhalb Deutschlands zu ermutigen, unter Nutzung der bestehenden Fördermöglichkeiten auch außerhalb ihrer Heimatregion eine Ausbildungsstelle anzunehmen.

Weitere Informationen: www.jobstarter.de