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Neuer Index misst Talent Management in Unternehmen

Unternehmen mit einer guten Führungskräfteförderung und einem intensiven Talent Management zeigen 2,2-mal schneller steigende Umsätze und 1,5-mal schneller steigende Gewinne als Unternehmen, die in diesen Bereichen hinterherhinken. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Leadership and Talent Index (GLTI). Der Index geht aus der aktuellen Studie “The Global Leadership and Talent Index – The Smart Way to Improve Capabilities” von The Boston Consulting Group und der World Federation of People Management Associations (WFPMA) hervor.

Talentmagnet – oder Talentausbremser?

Der GLTI soll es Unternehmen ermöglichen, ihre Fähigkeiten im Bereich der Führungskräfteentwicklung und des Talent Managements exakt zu erfassen und diese auf einer Skala von minus drei bis drei einzuordnen und mit anderen zu vergleichen. Anschließend können die Unternehmen bei Bedarf ihre Personalstrategien und Konzepte in Problembereichen anpassen und ausbauen.

Ausgangspunkt für die Untersuchung ist eine Umfrage mit 20 Fragen zu Leadership und Talent Management. Die Auswertung ordnet die Unternehmen in sechs unterschiedliche Entwicklungsstufen ein. Wer unter die besten fünf Prozent kommt, gilt als Talentmagnet und erzielt einen durchschnittlichen Wert von 2,5. Am Ende der Skala werden die Talentausbremser eingeordnet mit im Schnitt -2,5. Unternehmen, die sich im Index um nur eine Stufe verbessern, zeigen auch bereits deutlich bessere Geschäftsergebnisse, so die Studie.

Engagement der Führungsspitze lohnt sich

Auch die aktive und direkte Rolle der Führungskräfte bei der Entwicklung des Nachwuchses spielt eine Rolle. Talentmagnete haben laut Studie die Fähigkeit, Personalkonzepte und -strategien gut in die Praxis zu übertragen – wenn sich beispielsweise auch die Führungsspitze zeitlich deutlich in der Personalentwicklung engagiert und Verantwortung dafür übernimmt.

Für die Studie wurden mehr als 1.260 Manager unterschiedlichster Unternehmen aus 85 Ländern weltweit befragt. 55 Prozent der Teilnehmer arbeiten in den Bereichen Professional Services, Industriegüter und Konsumgüter sowie im öffentlichen Sektor. Auf Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen sowie Finanzdienstleister entfielen 17 Prozent der Teilnehmer, gefolgt vom Gesundheitssektor, der Energiewirtschaft und sonstigen Branchen.

Weitere Informationen unter:
www.bcg.de