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Öffentlicher Dienst hängt Automobilindustrie ab

Junge Polizistin in Rückenansicht
Die Polizei ist aktuell der beliebteste Arbeitgeber bei Schülerinnen und Schülern.
Foto: © abr68/Fotolia.de

Knapp ein Viertel (24 Prozent) der deutschen Schüler möchte nach der Schule im Öffentlichen Dienst arbeiten. Somit ist dieser Sektor erstmals die beliebteste Branche der jungen Menschen für den Berufseinstieg und überholte die Automobilindustrie, die mit 21 Prozent nur noch auf den zweiten Platz kommt. Auf Platz drei folgt mit 16 Prozent der Handel, der aber an Attraktivität verlor und nur noch knapp vor der Konsumgüterindustrie mit 15 Prozent liegt. Den fünften Rang mit neun Prozent nehmen Logistik und Tourismus ein. Das sind Ergebnisse des Trendence Schülerbarometers 2017. Für die repräsentative Studie wurden über 20 000 Schüler in Deutschland befragt.

Polizei, Adidas und Bundeswehr am beliebtesten

Im Ranking der bei Schülern beliebtesten Arbeitgeber befindet sich die Polizei wie auch schon 2016 auf dem Spitzenplatz. Auf den dritten Rang gelangte dieses Jahr die Bundeswehr, die im Vorjahr noch auf Platz vier vertreten war. Somit sind gleich zwei Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes unter den ersten drei Wunschunternehmen der Schüler. Den zweiten Platz besetzt unverändert Adidas. BMW rutschte in der Beliebtheit vom dritten auf den vierten Rang. Audi hingegen konnte sich von Platz sechs auf Platz fünf verbessern. Porsche fiel vom fünften auf den siebten Rang. Daimler konnte seinen achten Platz halten. Volkswagen, bereits 2016 nur noch auf Platz 15, fiel noch weiter zurück auf Platz 22. Insgesamt muss die Mehrheit der Automobilhersteller große Einbußen in der Gunst der Bewerber hinnehmen. In der Liste der ersten zehn Wunscharbeitgeber stieg Microsoft von Platz sieben auf Platz sechs und ProSiebenSat.1 rückte vom neunten auf den achten Platz und liegt damit gleichauf mit Daimler. Den zehnten Platz nimmt wie im letzten Jahr die Lufthansa Group ein. Es folgen der Zoll und das Deutsche Rote Kreuz.

Consulting- und Telekommunikationsbranche für Digitals am attraktivsten

Die Unternehmen, die für die so genannten Digitals – die 15 Prozent der Schüler mit besonders ausgeprägten digitalen Kompetenzen – am attraktivsten erscheinen, sind Arbeitgeber aus den Branchen Consulting und Telekommunikation: Zwei von fünf ihrer Bewerber sind Digitals. In den Branchen Elektrotechnik und IT-Dienstleistungen ist es jeder Vierte. Im Handel dagegen zählen nur sechs Prozent der Bewerber zu den Digitals.

Jugend sucht nach Orientierung bei der Berufswahl

Die Studie zeigt auch, dass viele Schüler verunsichert sind und bei der Berufswahl Unterstützung suchen. 30 Prozent der befragten Schüler – zehn Prozent mehr als im letzten Jahr – wissen noch nicht, was sie nach ihrem Schulabschluss machen wollen. Vier von fünf Schülern unterhalten sich viel mit ihren Eltern über ihre berufliche Zukunft. 44 Prozent verlangen noch mehr Hilfe bei der Berufsorientierung von ihren Schulen, obwohl zwei Drittel der Schulen bereits viele Veranstaltungen zum Thema anbieten. Auch die Idole der Schüler könnten eine große Rolle bei der Berufsorientierung spielen. Zwei Drittel aller Schüler haben Idole aus Musik, Internet und Co. 82 Prozent davon würden sich über Arbeitgeber informieren, die ihnen ihr Idol vorstellt.

Influencer Marketing verspricht nicht nur im Produktmarketing Erfolg, sondern hat auch großes Potenzial im Personalmarketing,

kommentiert Trendence-Geschäftsführer Holger Koch die Zahlen.

Eine Übersicht über die beliebtesten 100 Arbeitgeber mit dem Rankings des Vorjahres steht > hier als Download zur Verfügung.