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Virtuelle Klassenzimmer

 

Foto: © Jane / Adobe Stock
Foto: © Jane / Adobe Stock

Der Lehrbetrieb für Auszubildende, Weiterbildungsteilnehmer und Studierende ist bei Provadis bereits seit Mitte März fast vollständig auf Online-Unterricht umgestellt worden. “Neben der Lehre können wir auch unsere Informations- und Orientierungsangebote sowie individuelle Beratungen für Bewerber virtuell umsetzen. Damit bieten wir gerade in der jetzigen Situation vielen jungen Menschen weiterhin die Chance, ihren beruflichen Weg zu planen,” erklärt Dr. Udo Lemke, Geschäftsführer der Provadis.

Theoretische Ausbildung geht auch digital

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben für die Ausbildung derzeit 40 virtuelle Klassenzimmer im Einsatz. Rund 60 Ausbilder, die bisher Präsenzunterricht hielten, hat der Bildungsdienstleister technisch und didaktisch fit gemacht für das virtuelle Lehren. “Für die Auszubildenden sind das System des virtuellen Klassenzimmers Vitero und die Funktionen einfach zu verstehen und intuitiv Bedienbar”, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Nach einer kurzen Einweisung konnten sie bereits an den virtuellen Kursen teilnehmen. Darauf aufbauend werden die praktischen Übungen, die natürlich nicht durch virtuelle Angebote ersetzt werden können, zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Eine didaktische Herausforderung

Provadis sah sich angesichts der Corona-Krise vor die Aufgabe gestellt, eine Hochschule mit 1200 Studierenden in kürzester Zeit auf virtuellen Betrieb umzustellen. Der Wechsel auf hundert Prozent Online-Lehrbetrieb mithilfe des virtuellen Klassenzimmers ist nach Einschätzung des Unternehmens gut gelungen. Dabei sei es erforderlich gewesen, die Lehre methodisch und didaktisch noch stärker auf die Studierenden auszurichten. Dafür wurden etwa in engerer Taktung Gruppenarbeiten und Fallstudien eingesetzt, die auf die aktuellen Rahmenbedingungen zugeschnitten sind. Seitdem findet Unterricht in kleinen Gruppen in virtuellen Klassenzimmern statt, der durch die Dozenten individuell begleitet wird.

Die Erfahrungen der ersten Wochen zeigten, dass diese interaktiven Funktionen von den Studierenden sehr rege genutzt würden. Derzeit würden sogar bestimmte Prüfungen online abgehalten. Der große Vorteil laut Provadis: Trotz der schwierigen Umstände der Corona-Pandemie geht den Studierenden keine wertvolle Zeit verloren. Neben dem technischen und methodischen Lehrbetrieb analysiert die Provadis Hochschule aktuell auch wirtschaftliche Fragestellungen, die sich rund um die Corona-Pandemie ergeben.

Viel Raum für konkrete Fragen

Die virtuellen Möglichkeiten werden bei Provadis nicht nur für den Lehrbetrieb genutzt. Auch die Themen Recruiting sowie Berufs- und Studienorientierung werden derzeit online unterstützt. So hat das Unternehmen beispielsweise Webseiten für Bewerber eingerichtet, auf denen über die Orientierungsmöglichkeiten in der Ausbildung und Hochschule berichtet wird. Die sonst gut besuchten

Berufsinformationstage wurden erstmals komplett online angeboten Und wer vom Interessenten zum Ausbildungs- oder Studienbewerber wird, kann einen Online-Einstellungstest absolvieren oder das gewählte Unternehmen via “Microsoft Teams” in einem Video-Vorstellungsgespräch kennenlernen.

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An der Provadis Hochschule studieren rund 1200 Studenten in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit nach Hochschulanagaben international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschule bündelt ihre interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Forschung und Projekte im Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft. Er ist spezialisiert auf die Themen Arbeitsrecht und Outsourcing und verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft.