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Weiterbildungstrends 2015

2014 haben die Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises über 123.000 Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen mit knapp 1,4 Millionen Teilnehmern, überwiegend Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft, durchgeführt. Für das laufende Jahr ist die Umsatzentwicklung der Weiterbildungseinrichtungen überwiegend stabil, die weiteren Prognosen sind positiv. Über alle Weiterbildungsangebote hinweg gehen 37 Prozent der Einrichtungen von einem unveränderten Gesamtumsatz aus. Ansonsten erwarten die meisten nur Abweichungen im Bereich von weniger als zehn Prozent nach oben oder unten.

Zuwächse vor allem bei firmeninternen Seminaren

Vor allem firmeninterne Seminare tragen zur Umsatzsteigerung bei: Hier berichten 46 Prozent der Weiterbildungseinrichtungen über Zuwächse von zehn Prozent, sechs Prozent der Institute geben 20 Prozent mehr an und drei Prozent der Einrichtungen erwarten sogar ein Umsatzplus von über 20 Prozent. Gut ein Viertel (26 Prozent) geht von einer unveränderten Lage aus. Dagegen rechnen 20 Prozent der Anbieter, die Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung für öffentliche Auftraggeber durchführen, mit einem Umsatzrückgang.

Trend zu Inhouse-Maßnahmen hält an

Bei den einzelnen Weiterbildungsangeboten ist bereits seit Mitte der 90er-Jahre eine Verschiebung zu beobachten: Während der Anteil der offenen Seminare zu Fach- und Führungsthemen am Gesamtumsatz damals noch bei 45 bis 50 Prozent lag, beträgt er mittlerweile nur noch 30 Prozent. Das liegt daran, dass sich das Spektrum an Weiterbildungsdienstleistungen für die Wirtschaft seitdem kontinuierlich erweitert hat. Inzwischen werden 26,6 Prozent des Umsatzes mit Inhouse-Maßnahmen erzielt, die individuell für Unternehmen entwickelt werden. Auf Prozessbegleitungs- und Coachingangebote entfallen 6,5 Prozent. Außerdem sind aktuell 16,7 Prozent der Institute für öffentliche Auftraggeber, etwa im Rahmen der Arbeitsmarktförderung, tätig. Auf Lehr- und Studiengänge entfallen 13,5 Prozent.

Führungskräfteentwicklung und Digitalisierung im Fokus

Derzeit zeichnet sich ein hoher Bedarf an Angeboten zur Führungskräfteentwicklung und zur Entwicklung der persönlichen Selbstkompetenzen ab. In diesen Bereichen rechnet die Mehrheit der Institute mit einer zum Teil deutlich steigenden Nachfrage. Auch im Hinblick auf die Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung sehen die Weiterbildungsanbieter steigenden Unterstützungsbedarf der Unternehmen für ihre Führungskräfte. Die Anforderungen, die sich durch internationale Aktivitäten der Firmen ergeben, spielen ebenfalls eine Rolle.

Mehr Initiativen seitens der Mitarbeiter

Die Umfrage ergab auch, dass das Bildungsinteresse der einzelnen Mitarbeiter stärker geworden ist. Die Arbeitnehmer bilden sich zunehmend eigenverantwortlich weiter, um ihre Arbeitsmarktfähigkeit zu erhalten. Damit einher geht auch, dass sie eher bereit sind, sich finanziell an den Maßnahmen zu beteiligen.

Weiterbildungsangebote zur Fachkräftesicherung

Chancen für sich sehen die Institute des Wuppertaler Kreises im Hinblick auf die Fachkräftesicherung. Hier bieten bereits in Deutschland lebende Migranten und neu angeworbene Mitarbeiter aus dem Ausland Potenziale für Qualifizierungsmaßnahmen und für Willkommensprogramme. Als weitere Potenziale, die mit Weiterbildung für den Arbeitsmarkt erschlossen und gefördert werden können, nennen die Einrichtungen unter anderem Frauen nach der Familienphase, Menschen mit Behinderungen, Schul- und Studienabbrecher sowie Langzeitarbeitslose.

Ausführliche Informationen gibt es > hier.