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15 Prozent mehr Jobangebote in 2016

Im letzten Jahr schalteten Unternehmen in Deutschland drei Millionen Stellenanzeigen. 
Foto: © Brad Pict/Fotolia.de
Im letzten Jahr schalteten Unternehmen in Deutschland drei Millionen Stellenanzeigen.
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Im vergangenen Jahr ist die Zahl der offenen Stellen hierzulande gegenüber 2015 um 15 Prozent gestiegen. Die Zahl der suchenden Unternehmen blieb dabei jedoch fast unverändert und nahm nur um 0,5 Prozent zu. Das geht aus dem Adecco Stellenindex 01/2017 hervor. Mit dem Index wertet > Adecco monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

Projektmanager, Lehrer und Pflegekräfte besonders gesucht

Von der steigenden Personalnachfrage konnten alle Berufsgruppen profitieren, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Mit einem Plus von 22 Prozent fiel der Anstieg im Bereich Organisation und Projektmanagement überdurchschnittlich hoch aus. In der Informations- und Kommunikationsbranche stieg die Zahl der vakanten Stellen für Projektmanagement sogar um 39 Prozent. Zu den Gewinnern des letzten Jahres gehörten auch Fachkräfte im Bereich Lehre, Aus- und Weiterbildung mit einem Zuwachs der Jobangebote um 21 Prozent. Die Zahl der gesuchten Lehrer stieg um 27 Prozent, Deutschlehrer hatten sogar 80 Prozent mehr Jobs zur Auswahl als 2015. Auch im Gesundheitsbereich lag die Personalnachfrage mit 20 Prozent mehr Jobinseraten deutlich über dem Gesamttrend. Die Nachfrage nach Krankenschwestern und -pflegern hat sich fast verdoppelt. Der meistgesuchte Gesundheitsberuf blieb auch im vergangenen Jahr die Pflegefachkraft: Die Zahl der Stellenangebote lag bei knapp 66 000 – fast ein Drittel (32 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor.

Erhöhte Nachfrage nach Führungsjobs

Der Bedarf an Fachkräften mit Führungsverantwortung hat in den letzten zwölf Monaten stark zugenommen. Hier wurden über 244 500 Jobs ausgeschrieben, ein Fünftel mehr als 2015. Am unteren Ende der Karriereleiter dagegen sah es anders aus: Wer eine Ausbildung beginnen wollte, hatte sieben Prozent weniger Angebote zur Verfügung als im Vorjahr. Die Zahl der gesuchten Lehrlinge im technischen Bereich ging sogar um 19 Prozent zurück und das Ausbildungsangebot für kaufmännische Berufe schrumpfte um 15 Prozent. Lediglich für Interessenten an einer Ausbildung zum Informatiker blieb das Angebot stabil.

Informations- und Kommunikationsbranche vorn

Die Analyse nach Branchen zeigt, dass Unternehmen der Informations- und Kommunikationsbranche ihr Personal am stärksten aufgestockt haben. Mit 277 000 Stellenanzeigen schrieben sie im vergangenen Jahr 23 Prozent mehr Jobs aus als 2015. Auch sonstige wirtschaftliche Dienstleister boten 22 Prozent mehr Stellen an, allen voran die Autovermieter mit einem Viertel mehr Jobs. Ein Rückgang der Personalnachfrage war 2016 in der Land- und Forstwirtschaft (minus drei Prozent) sowie in der Branche Kunst, Unterhaltung und Erholung (minus ein Prozent) zu verzeichnen.

Größter Zuwachs an Stellenangeboten in Schleswig-Holstein

Bei der Nachfrage nach neuen Mitarbeitern zeigen sich regionale Unterschiede. So war Schleswig-Holstein der klare Gewinner des Jahres 2016; dort gab es über ein Viertel mehr Jobs zu besetzen als 2015. Dicht dahinter folgten Sachsen-Anhalt mit 23 Prozent mehr Stellen, Berlin mit 22 Prozent Zuwachs sowie Sachsen und Hamburg mit jeweils 18 Prozent mehr Vakanzen. Unter dem bundesweiten Durchschnitt von 15 Prozent Zuwachs entwickelte sich der Stellenmarkt in Brandenburg (acht Prozent Plus) und im Saarland (zehn Prozent mehr Stellen).

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