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Fast 50 Prozent mehr anerkannte ausländische Abschlüsse

Asiatische Pflegerin kümmert sich um alte Frau in Klinik oder Pflegeheim
Im Pflegebereich wurden letztes Jahr die meisten ausländischen Abschlüsse von Fachkräften der Philippinen anerkannt.
Foto: © ake1150-stock.adobe.com

Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 15 500 im Ausland erworbenen Abschlüsse von Pflegekräften akzeptiert – eine Zunahme von 49 Prozent gegenüber 2018. Die größte Zahl der anerkannten Qualifikationen mit 2900 entfiel dabei auf Pflegekräfte von den Philippinen. Abschlüsse aus den EU-Mitgliedstaaten standen mit einer Anzahl von 2600 erst an zweiter Stelle. Es folgten anerkannte Qualifikationen aus Bosnien und Herzegowina (2300) sowie Albanien (1300).

Zunahme der akzeptierten Abschlüsse in Gesundheitsberufen um 24 Prozent

In medizinischen Gesundheitsberufen, zu denen unter anderem Ärzte, Sanitäter und Physiotherapeuten zählen, stieg die Zahl der akzeptierten Abschlüsse von Ausländern um 24 Prozent auf 27 700. Das entspricht fast zwei Drittel (65 Prozent) aller anerkannten ausländischen Berufsqualifikationen. Die Daten gehen aus einer aktuellen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts (> Destatis) hervor.

Insgesamt wurden die meisten ausländischen Abschlüsse in Syrien erworben

Berufsübergreifend wurden im letzten Jahr 42 500 ausländische Qualifikationen anerkannt. 4100 und damit die meisten Abschlüsse wurden in Syrien erworben. 3500 der akzeptierten Abschlüsse brachten Fachkräfte aus Bosnien und Herzegowina mit, gefolgt von den Philippinen (3000), Serbien (2900), Polen (2100) und Rumänien (2100).

Seit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes im Jahr 2012 haben nach Angaben des Bildungsministeriums fast 175 000 Menschen einen Antrag auf Anerkennung allein in bundesrechtlich geregelten Berufen gestellt. Daneben gibt es Berufe in Landeszuständigkeit wie etwa Ingenieur oder Lehrer. Mitte August 2019 war außerdem das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten, das qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland erleichtern soll.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.