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Akademiker und Techniker haben die besten Arbeitsmarktchancen

In
Deutschland hängen Bildungsstand und Beschäftigungschancen immer noch eng
zusammen.  Akademiker sind am seltensten
von Arbeitslosigkeit betroffen. Von den Personen mit abgeschlossener
Berufsausbildung stehen Techniker und Meister am besten da. Bei
Geringqualifizierten haben sich die Chancen auf Beschäftigung stark verringert.

Betrachtet man die Arbeitslosigkeit hierzulande nach dem Qualifikationsniveau,
zeigt sich, dass die Quoten seit Jahren weitgehend stabil bleiben. Wer einen
Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung
hat, ist deutlich seltener von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen ohne
berufliche Qualifikation.

Techniker und Meister noch seltener ohne Job als Hochschulabsolventen

Akademiker sind weiterhin selten ohne Arbeit: 2013 lag ihre Arbeitslosenquote im
Jahresdurchschnitt bei lediglich 2,5 Prozent. Auch bei denjenigen, die eine
Lehre gemacht oder eine Fachschule besucht haben, war die Arbeitslosenquote mit
5,1 Prozent vergleichsweise niedrig. Dabei nahmen Techniker und Meister eine
besondere Rolle ein: Sie waren im Schnitt mit rund zwei Prozent sogar weniger
häufig ohne Job als Akademiker. Dies geht aus einer aktuellen Studie des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Frauen holen auf

Früher waren die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten bei Frauen allgemein
höher als die bei Männern. Mittlerweile gleichen sie sich immer mehr an. Bei
den westdeutschen Frauen mit abgeschlossener beruflicher Qualifikation lag die
Quote 2013 mit vier Prozent sogar unter derjenigen der Männer von 4,2 Prozent.

Geringqualifizierte sind achtmal häufiger arbeitslos als Akademiker

Für Menschen ohne berufliche Qualifikation ist die Arbeitsmarktlage immer noch
schwierig. Geringqualifizierte
sind achtmal häufiger arbeitslos als Hochschulabsolventen und viermal öfter als
beruflich Qualifizierte. Die Arbeitslosenquote dieser Gruppe hat sich sogar in den
letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert: Während die Arbeitslosenquote der
Geringqualifizierten Ende der 1970er Jahre noch fünf Prozent betrug, stieg sie Ende
der 1980er Jahre bis auf 15 Prozent und lag 2013 bei 20 Prozent.

Ein höherer schulischer Abschluss verbessert die Jobaussichten

Wer
keinen beruflichen Abschluss hat, verbessert seine Arbeitsmarktchancen durch
den Schulabschluss: In der Gruppe der Bundesbürger ohne schulischen Abschluss war
2013 fast jeder dritte arbeitslos. Mit Hauptschulabschluss halbierte sich diese
Quote fast auf 17,8 Prozent. Bei Menschen ohne Berufsausbildung, aber mit einem
mittleren Bildungsabschluss, lag die Arbeitslosenquote bei 9,8 Prozent. Die
IAB-Forscher plädieren deshalb für höhere Bildungsinvestitionen, um positive
Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen.

Die Studie steht > hier zum Download bereit.

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