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Automobilhersteller bleiben beliebteste Arbeitgeber

Junge Talente wollen Work-Life-Balance und ein gutes Gehalt, am liebsten in der Automobilbranche.
Bild: © theslider/Fotolia.de
Junge Talente wollen Work-Life-Balance und ein gutes Gehalt, am liebsten in der Automobilbranche.
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Für Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sind die Automobilhersteller weiterhin die attraktivsten Arbeitgeber. Bei der Beurteilung der Arbeitgeberattraktivität haben Frauen und Männer allerdings unterschiedliche Prioritäten. Auch bei den Erwartungen an das Gehalt gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die Automobilhersteller und -zulieferer liegen seit Jahren ganz oben in den Ranglisten der beliebtesten Arbeitgeber der Studierenden in Deutschland. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern konnte BMW den im Vorjahr erstmals errungenen Spitzenplatz halten. Auf den weiteren Plätzen folgen Audi, Porsche, Daimler/Mercedes-Benz, Google und Lufthansa Group. Volkswagen verlor zwei Positionen und liegt auf dem siebten Rang. Bei den angehenden Ingenieuren kann Audi seinen langjährigen Spitzenplatz verteidigen und sich gegen Porsche, BMW Group, Daimler/Mercedes-Benz und Bosch durchsetzen, die die Plätze zwei bis fünf einnehmen. Auch bei den Nachwuchsingenieuren verlor VW zwei Plätze und liegt nun auf dem sechsten Rang. Bei den Studierenden der Informatik liegt die Branche der Automobilhersteller und -zulieferer auf dem zweiten Platz. Das zeigt der Universum Student Survey 2016. Dafür befragte Universum von Oktober 2015 bis März 2016 insgesamt 45.114 Studierende in 138 Studienbereichen in Deutschland zur Wahrnehmung und Attraktivität von Arbeitgebern sowie zu ihren Erwartungen an Beruf und Karriere. Die meisten Befragten sind angehende Wirtschaftswissenschaftler (34 Prozent) und Ingenieure (21 Prozent).

Beratungsbranche weiter im Aufwärtstrend

Die zweitattraktivste Branche für angehende Ökonomen sind Unternehmens- und Strategieberatungen. Auch bei den Nachwuchsingenieuren liegt die Consultingbranche auf Platz neun und bei Informatikern und Naturwissenschaftlern sind die Unternehmensberater ebenfalls in den Top Ten der beliebtesten Arbeitgeber vertreten.

Work-Life-Balance als wichtigstes Ziel

Die Studierenden wurden auch nach ihren wichtigsten langfristigen Karrierezielen gefragt. An erster Stelle steht, wie schon seit einigen Jahren, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben. Auf die Frage, was sie mit Work-Life-Balance verbinden, nannten die Studierenden vor allem ein positives Arbeitsklima, finanzielle Stabilität und dass sich Familien- und Karriereplanung nicht stören. Nach der Work-Life-Balance folgen Jobsicherheit, intellektuelle Herausforderung, der Wunsch, eine Führungskraft in leitender Position und im Job unternehmerisch und kreativ zu sein.

Arbeitgeber punkten vor allem mit einem hohen Gehalt

Wenn es konkret um die Arbeitgeberattraktivität geht, so steht jedoch ein attraktives Grundgehalt an erster Stelle. Außerdem können Unternehmen damit punkten, wenn sie vielfältige Arbeitsaufgaben, ein freundliches Arbeitsumfeld, ein hohes Einkommen in der Zukunft sowie einen sicheren und beständigen Arbeitsplatz bieten. Hier zeigen sich aber geschlechtsspezifische Unterschiede: So legen Frauen mehr Wert auf monetäre Aspekte und Zusatzleistungen sowie eine rasche Beförderung, während Männer häufiger Aspekte nennen, die sich auf Ansehen und Image des Arbeitgebers beziehen, auf attraktive Produkte und Dienstleistungen sowie Innovation.

Frauen erwarten bis zu 7.000 Euro weniger

Obwohl die Studentinnen so viel Wert auf die Vergütung legen, haben sie wesentlich niedrigere Erwartungen an das Gehalt. Über alle Fachbereiche rechnen die jungen Frauen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 38.585 Euro, die Männer dagegen erwarten 45.537 Euro. Am stärksten ausgeprägt ist die erwartete Gehaltslücke bei den Studierenden der Naturwissenschaften: Weibliche Studierende erwarten einen durchschnittlichen Jahresverdienst von 37.716 Euro, die Männer gehen von 44.514 Euro aus, das sind fast 7.000 Euro Differenz. Am geringsten ist der Unterschied bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften, beträgt aber immerhin noch 5.601 Euro.

Eine Übersicht mit allen Befragungsergebnissen gibt es > hier.

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