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Relation zwischen Führungspersönlichkeit und Diversity-Förderung

Weibliche Führungskraft mit ethnisch vielfältigem Team
Welche Führungskräfte sich besonders eignen, Vielfalt zu fördern, lässt sich unter anderem durch Assessments herausfinden.
Foto: © Seventyfour-stock.adobe.com

Im Rahmen einer aktuellen Auswertung hat > Hogan Assessments eine starke positive Korrelation zwischen bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen und einem Führungsverhalten festgestellt, das zur Förderung von Vielfalt und Integration beiträgt. Die Analyse von Persönlichkeitsdaten und -aspekten aus dem Hogan Personality Inventory von mehr als 5000 Personen ergab, dass sich Führungskräfte mit positiven Werten in den Bereichen Ausgeglichenheit, Einfühlungsvermögen, Besonnenheit und Selbstlosigkeit durch ein Verhalten auszeichnen, das Diversität und Integration fördert.

Diese Führungskräfte erhalten auch hohe Bewertungen hinsichtlich der Mitarbeiterführung, da sie das Potenzial jedes Einzelnen erkennen, abweichende Meinungen respektieren und Diskriminierung und Vorurteilen entgegenwirken, indem sie Mitarbeiter unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Aussehen, Religion und Überzeugung mit Respekt behandeln. Mit Persönlichkeits-Assessments ist es laut dem Dienstleister möglich, entsprechende Manager auszuwählen, um die  Diversitäts- und Integrationsziele im Unternehmen zu erreichen.

Vor allem jüngere Bewerber legen bei Arbeitgebern Wert auf Vielfalt

Unternehmen, die Vielfalt und Teilhabe fördern und von einer inklusiven Führung geprägt sind, sind laut Hogan leistungsstärker und profitabler. Eine aktuelle Umfrage von Intel habe ergeben, dass mehr als die Hälfte der 18- bis 35-Jährigen zögern würden, eine Stelle in einem  Unternehmen anzunehmen, dessen Geschäftsleitung einen Mangel an Vielfalt aufweist.

Laut Dr. Kimberly Nei, Director of Talent Analytics bei Hogan Assessments, ist es wichtig, dass Unternehmen Diversität und Integration Priorität einräumen, und zwar nicht nur der Gerechtigkeit und Finanzleistung wegen, sondern auch, um besonders fähige Mitarbeiter zu gewinnen, zu fördern und zu halten.

Es reicht im heutigen Geschäftsumfeld nicht länger aus, mit Diversitätsrichtlinien, Auszeichnungen und Schulungen Lippenbekenntnisse zur Vielfalt und Teilhabe abzulegen. Unternehmen müssen bei ihrer Diversitäts- und Integrationsstrategie mehr tun, als lediglich Schlagworte abzuhaken,

so Nei.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.