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Bewerber wollen Authentizität und moderne Technik

Bewerber von heute möchten, dass Unternehmen sich auch hinter die Fassade blicken lassen.
Foto: © helmutvogler/Fotolia.de
Bewerber von heute möchten, dass Unternehmen sich auch hinter die Fassade blicken lassen.
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Inzwischen haben bereits 41 Prozent der deutschen Studierenden Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Glassdoor und Kununu besucht, auf denen Mitarbeiter ihre aktuellen und ehemaligen Arbeitgeber bewerten. Diese Plattformen sind eine wichtige Informationsquelle geworden. Für 94 Prozent der Studierenden und künftigen Berufseinsteiger ist jedoch die Karrierewebseite von Unternehmen weiterhin die wichtigste Informationsquelle. Hier möchten sie authentische Informationen bekommen. Sie wollen erfahren, ob die Firma die gewünschten Karrieremöglichkeiten bietet, welche Werte das Unternehmen verkörpert, wie sich dort Job und Privatleben vereinbaren lassen und wie der Arbeitsalltag konkret aussieht. Kurz: Sie erwarten von potenziellen Arbeitgebern eine Art der Kommunikation, die die Unternehmenskultur und den Arbeitsalltag authentisch widerspiegelt.

Junge Kandidaten wünschen Transparenz

Doch die Unternehmen halten sich häufig bedeckt. Stellenanzeigen sind oft standardisiert, Bewerbungstipps allgemein gehalten, es gibt wenig Platz für Persönliches und es fehlt an Transparenz. Nur jeder zweite Arbeitgeber stellt Informationen zu Funktionen und Rollen im Unternehmen bereit und nicht einmal jeder vierte stellt den Arbeitsalltag der Mitarbeiter dar. Die Folge ist, dass 60 Prozent der potentiellen Bewerber nach dem Lesen nicht wissen, ob ihr Profil den Anforderungen des Unternehmens entspricht und ob sie sich überhaupt bewerben sollen. Das sind Ergebnisse der diesjährigen Studie von > Potentialpark. An der Umfrage haben weltweit 28 007 Studierende teilgenommen, davon 1312 aus Deutschland.

Wunsch nach persönlicher und lockerer Ansprache

Die Studie zeigt außerdem, dass junge Bewerber ein großes Bedürfnis danach haben, von Unternehmen in den sozialen Medien authentisch angesprochen zu werden und nicht mit 08/15-Floskeln und Datenbankbildern. Die angehenden Mitarbeiter wünschen sich nützliche und aktuelle Informationen in einer lockeren, zum Unternehmen passenden Sprache und mit Bildern aus dem Arbeitsalltag. Ein allzu kumpelhafter Ton ist  den befragten Studierenden allerdings auch nicht recht.

Veraltete Technik bei Online-Bewerbungen schreckt ab

Wenn es um die Bewerbung selbst geht, haben die Studienteilnehmer einiges zu bemängeln. So sehen zum Beispiel die meisten Online-Bewerbungsformulare trotz des technischen Fortschritts noch fast genauso aus wie vor zehn Jahren. Komplizierte unübersichtliche Eingabemasken, fehlende oder beschränkte Möglichkeiten, Daten zwischenzuspeichern oder Dokumente hochzuladen und eine fehlende Anpassung für mobile Endgeräte frustrieren vor allem die sogenannten digital Natives. 39 Prozent der Befragten haben schon einmal eine Bewerbung aufgrund von technischen Schwierigkeiten abgebrochen.

Mit gutem Beispiel voran: die besten Karriere-Online-Auftritte

Es gibt jedoch eine Reihe von innovativen Arbeitgebern, die auf die Vorlieben der jungen Generation eingehen. Immer mehr Unternehmen ermöglichen mobile Bewerbungen oder probieren neue Kanäle wie Instagram und Snapchat aus. Für die diesjährige Studie hat Potentialpark weltweit 461 Unternehmen mit 4294 Online-Präsenzen untersucht, davon 147 Firmen aus Deutschland: Karrierewebseiten, Bewerbungsformulare, Facebook, Linkedin, Instagram und Twitter-Kanäle sowie die Umsetzung für mobile Endgeräte. Die jeweiligen Präsenzen wurden nach einem standardisierten Kriterienkatalog bewertet. Daraus entstand ein Ranking der besten Karriere Online-Präsenzen, die verstärkt auf Transparenz und Zugänglichkeit in der Kommunikation mit den Mitarbeitern von morgen setzen. Die 30 kandidatenfreundlichsten Unternehmen in Deutschland sind ABB, Accenture, Adidas Group, Airbus Group, Allianz, Altana, BASF, Bayer, Bosch, Carl Zeiss, Deloitte, Deutsche Telekom, EY (Ernst & Young), Fresenius, Hays, Henkel, Infineon, Intel, KPMG, Otto, Peek & Cloppenburg, ProSiebenSat1.Media, Roche, Rohde & Schwarz, SAP, Targobank, Tchibo, Thyssenkrupp, Vodafone und Zeb/.

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