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Bezahlung und Arbeitsklima am wichtigsten

Das Arbeitsklima ist Jobsuchenden wichtiger als Karriereaussichten.
Foto: © WavebreakMediaMicro/Fotolia.de
Das Arbeitsklima ist Jobsuchenden wichtiger als Karriereaussichten.
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Laut einer aktuellen Umfrage hängt ein gutes Leben für fast alle
Bewerber (91 Prozent) davon ab, ob sie einen guten Job bekommen. Doch
wie sieht ein guter Job aus? Die Karriere spielt dafür kaum eine Rolle.
Eher kommt es auf die Bezahlung und das Arbeitsklima an.

In
der Kommunikation von Arbeitgebern dreht sich viel um den Begriff
“Karriere”. So gibt es zum Beispiel Karriere-Websites,
Karriereveranstaltungen und Karrieremessen. Damit scheinen die
Unternehmen die Interessen von Bewerbern aber nur am Rande anzusprechen.
Im Rahmen einer Umfrage von Softgarden zwischen Oktober 2016 und Januar
2017 hatten Bewerber die Möglichkeit, in Freitextfeldern Faktoren zu
nennen, die ihrer Meinung nach einen guten Job ausmachen. Das
Durchschnittsalter der 2390 Teilnehmer lag bei 33 Jahren. Der Begriff
“Karriere” fiel in den über 6000 Freitexteinträgen nur rund 30 Mal und
machte damit lediglich einen Anteil von 0,5 Prozent der Nennungen aus.
Am häufigsten, mit 1093 Nennungen, führten die Befragten eine gute
Arbeitsatmosphäre, ein gutes Betriebsklima und einen respektvollen
Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten an. Vergütungsaspekte spielten mit
1029 Nennungen die zweitwichtigste Rolle. Im Mittelfeld folgten
Arbeitsinhalte, Kollegen, Work-Life-Balance sowie Weiterbildung und Spaß
an der Arbeit.

Wichtigste Unternehmensleistungen: gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten

In
einem weiteren Teil der Umfrage wurden die Bewerber aufgefordert, die
Wichtigkeit von Rahmenbedingungen und Arbeitgeberleistungen zu bewerten.
Hier zeigte sich, dass ein gutes Gehalt von 96 Prozent als sehr wichtig
oder wichtig eingeschätzt wurde. Flexible Arbeitszeiten kamen mit 81,7
Prozent auf den zweiten Rang, gefolgt von einem kurzen Weg zur Arbeit
mit 64,3 Prozent. Die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, ist
dagegen nur für 37,1 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig.
Hier kommt es, so Softgarden, vermutlich ebenso wie beim Faktor
Kinderbetreuung auf die Lebenssituation der Befragten an.

Auch Sinnaspekte machen einen guten Job aus

Neben
den konkreten Arbeitsbedingungen spielen für viele Bewerber auch
Sinnaspekte eine Rolle, wenn es um einen guten Job geht. Mehr als zwei
Drittel (68,7 Prozent) betrachten das Einbringen persönlicher Stärken
als wichtig oder sehr wichtig, 64,6 Prozent eine sinnvolle Aufgabe und
57 Prozent die Sichtbarkeit des eigenen Wertbeitrags zum Erfolg des
Unternehmens. Für 51,6 Prozent gelten zudem die Wertschätzung durch die
Führungskräfte und nette Kollegen als sehr wichtig.

No-Gos: schlechtes Klima und schlechte Führung

Die
Teilnehmer wurden nicht nur nach den Positivfaktoren gefragt, sondern
konnten sich in einem Freitextfeld auch dazu äußern, was bei einem guten
Job auf keinen Fall vorkommen sollte. Mit 792 Nennungen am häufigsten
führten sie Faktoren zum Arbeitsklima an wie Mobbing, mangelnde
Wertschätzung, Diskriminierung oder Stress. Gleich auf Platz zwei der
Killerkriterien landete schlechte Führung; der Aspekt wurde von 283
Teilnehmern notiert.

Eine ausführliche Analyse der Umfrageergebnisse kann > hier als E-Book zum Download angefordert werden.