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Trend: Mehr Experten gesucht

Eine Hand mit symbolischer Blockchain
Experten, die sich mit der Blockchain-Technologie auskennen, sind derzeit vermehrt gefragt.
Foto: © vege/Fotolia.de

Seit dem vergangenen Jahr befindet sich die Blockchain-Technologie im Aufwind, die unter anderem für den Transfer von Bitcoins verwendet wird. Die zunehmende Bedeutung der Technologie spiegelt sich auch in der Zahl der Stellenangebote und Jobsuchen wider.

Von Januar bis Dezember 2017 ist die durchschnittliche Anzahl der Jobinserate mit dem Schwerpunkt Blockchain-Technologie in Deutschland um 625 Prozent gewachsen. Die Anfragen von Jobsuchenden nahmen mit 661 Prozent ungefähr genauso stark zu. Vor allem im zweiten Halbjahr stiegen beide Werte stark an, möglicherweise bedingt durch die hohe mediale Präsenz der Digitalwährung Bitcoin. Bei Stellensuchenden spielte offenbar auch der extreme Anstieg des Bitcoin-Kurses im Oktober eine Rolle. Die absolute Zahl der Jobangebote befindet sich allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau; der Einzug der Blockchain-Techologie in den Arbeitsmarkt hat erst begonnen: Die durchschnittliche Zahl der Jobs wuchs von unter 15 pro eine Million Stellenausschreibungen insgesamt im Januar 2017 auf knapp 85 im Dezember. Bei den Jobsuchen erhöhte sich die Anzahl im selben Zeitraum von knapp fünf auf 40 je eine Million Suchanfragen insgesamt. Experten gehen davon aus, dass es bis zur Etablierung der Blockchain-Technologie noch einige Jahre dauern wird. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Arbeitsmarkt-Analyse des > Indeed Hiring Labs. Die Untersuchung basiert auf Stellenausschreibungen und Jobsuchen auf dem Indeed-Portal von Januar 2017 bis Dezember 2017.

Hauptsächlich Stellenangebote für Softwareentwickler

Doch welche Jobs und Qualifikationen sind im Blockchain-Umfeld gefragt? Die Auswertung zeigt, dass sich fast jede zweite Stellenausschreibung (48,3 Prozent) an Softwareentwickler richtet. Dabei suchen die Unternehmen Mitarbeiter der verschiedensten Erfahrungsstufen, vom Junior bis zum Abteilungsleiter. 13,1 Prozent aller Jobinserate sprechen Studenten und Doktoranden zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten an. 11,3 Prozent wenden sich ebenfalls an Studierende, allerdings als studentische Mitarbeiter oder Praktikanten. Genauso viele Stellenausschreibungen beziehen sich auf den Bereich Business Development. Weitere 9,2 Prozent suchen explizit Blockchain-Technologie-Experten. 6,7 Prozent der Jobangebote entfallen auf sonstige Positionen. Laut Indeed zeigt der hohe Anteil an Stellenangeboten für studentische Mitarbeiter und Praktikanten, dass viele Unternehmen noch nicht bereit sind, qualifizierte Vollzeitkräfte einzustellen. Das Interesse an Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten weise jedoch darauf hin, dass die Unternehmen dies ändern wollen.

Blockchain-Jobs konzentrieren sich auf wenige Städte

Im vergangenen Jahr haben 84 Unternehmen und deren Tochtergesellschaften Stellen mit Schwerpunkt Blockchain ausgeschrieben; größere Firmen suchten häufig Mitarbeiter für mehrere Standorte in Deutschland. Mit 80 Prozent der Jobinserate für Blockchain-Experten wurde die Mehrzahl der Stellen in nur sechs Städten angeboten: Berlin, München, Frankfurt am Main, Dresden, Hamburg und Stuttgart. Die meisten, 35,7 Prozent, haben einen Unternehmenssitz in Berlin. Auf Platz zwei liegt München mit 11,9 Prozent, auf dem dritten Rang Frankfurt am Main mit 11,7 Prozent. Es folgen Dresden, Hamburg und Stuttgart mit jeweils 7,1 Prozent.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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