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Was reizt Studierende am Beraterberuf?

Business-Besprechung: Mehrere Manager sitzen mit Laptops an einem Tisch, ein anderer referiert im Stehen vor einem Flipchart
Das Management Consulting ist für angehende Unternehmensberater das beliebteste Tätigkeitsfeld.
Foto: © kasto/Fotolia.de

Eine Studie hat untersucht, was Studierende an einem Job in der Consultingbranche attraktiv finden und was sie von ihren künftigen Arbeitgebern und vom Beraterleben erwarten. Danach steht das Einstiegsgehalt bei der Wahl des Unternehmens zwar nicht an erster Stelle, die Gehaltsentwicklungs- möglichkeiten sind aber wichtig.

Die Hauptmotive, einen Beraterberuf zu wählen, sind aus Sicht von beratungsaffinen Studierenden eine steile Lernkurve, eine abwechslungsreiche Tätigkeit und die Aufstiegschancen. Das Gehalt steht auf Platz vier, gefolgt von internationalen Projekten und Prestige.

Die meisten angehenden Berater wollen ins Management Consulting

Wenn es um das beliebteste Tätigkeitsfeld geht, steht das Management Consulting klar an erster Stelle, gefolgt von Inhouse Consulting und einem Job in Industrieunternehmen. Die Tätigkeit in einem Start-Up kommt immerhin auf Platz vier. Die nächsten Ränge nehmen spezialisierte Boutiquen, IT-Consulting und Investment Banking ein. Auf dem letzten Platz der attraktiven Tätigkeitsfelder liegt HR Consulting. Das sind Ergebnisse der Consulting Excellence Studie 2018 von > squeaker.net. Dafür wurden zwischen Dezember 2017 und Februar dieses Jahres 2300 beratungsaffine Studierende, davon 72 Prozent Männer, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. 63 Prozent der Teilnehmer studierten Wirtschaftswissenschaften, 13Prozent Ingenieurswissenschaften, fünf Prozent Naturwissenschaften und die restlichen 18 Prozent kamen aus verschiedenen Studienrichtungen.

Am wichtigsten bei der Arbeitgeberwahl: Unternehmenskultur und sympathische Kollegen

Gefragt nach den wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl, nannten die Befragten sympathische Kollegen und die Unternehmenskultur an erster Stelle. Auf Platz zwei stehen die Karrierechancen nach Ausscheiden aus dem Unternehmen. In der Wichtigkeit danach folgen intellektuell stimulierendes Arbeiten, die Gehalts- und Karriereprogression im Unternehmen sowie die Leistungsorientierung in der Karriereentwicklung. Erst danach nannten die angehenden Berater das Einstiegsgehalt. Weitere wichtige Kriterien für die Wahl des künftigen Arbeitgebers sind Trainingsprogramme, die Wahrnehmung der Projektergebnisse aus Kundensicht sowie ein wachsendes oder profitables Unternehmen. Die Work-Life-Balance ist am unwichtigsten.

Ein Viertel der Arbeitszeit am Wochenende bei guter Bezahlung okay

Was den Arbeitseinsatz betrifft, so rechnen die angehenden Berater mit einer 59-Stunden Woche und intensiver Reisetätigkeit, erwarten für Letzteres allerdings ein Viersternehotel als Standard. Für 61 600 Euro Einstiegsgehalt wären sie bereit, auch 23 Prozent ihrer Wochenendzeit zu arbeiten.

Bei der Bekanntheit der Consultingfirmen unter den Befragten liegt McKinsey vorn, gefolgt von BCG und KPMG. Geht es um die Bewerbungsabsicht, steht McKinsey knapp vor BCG an der Spitze. Auf den Plätzen vier bis zehn der bei den Studierenden bekanntesten Beratungsunternehmen befinden sich Deloitte, EY, Accenture, Roland Berger, Bain & Company, Capgemini und BearingPoint.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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