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Die sieben größten Irrtümer von Personalern und Bewerbern

Die Personalwirtschaft hat in einer Umfrage die größten Irrtümer über Initiativbewerbungen bei Personalern und Kandidaten entdeckt. Bild: Fotomontage/istock photo
Die Personalwirtschaft hat in einer Umfrage die größten Irrtümer über Initiativbewerbungen bei Personalern und Kandidaten entdeckt. Bild: Fotomontage/istock photo

Die größten Irrtümer der Personaler:


1. Initiativbewerbungen sind nur etwas für Berufseinsteiger.

Stimmt nur bedingt. Fachkräfte setzen fast ebenso große Hoffnungen in Blindbewerbungen wie Berufseinsteiger (36 beziehungsweise 38 Prozent glauben an deren Erfolg). Direkt danach folgen schon Bereichsleiter und Senior Manager mit 33 Prozent. Fast ebenso groß ist der Anteil an Abteilungsleitern, die daran glauben, dass eine Initiativbewerbung der beste Weg zum Wunscharbeitgeber ist.

2. Initiativbewerbungen sind ein Auslaufmodell.

Kaum jeder zweite Recruiter glaubt, dass Initiativbewerbungen die Zukunft gehört. Das sehen die Bewerber völlig anders. Rund drei Viertel aller Wechselwilligen, die bei für sie interessanten Arbeitgebern kein konkretes Stellenangebot entdecken, würden sich gern trotzdem bewerben. Knapp jeder Dritte lehnt sich sogar zurück und sagt: Ich würde den Arbeitgeber gern herausfinden lassen, wohin ich am besten passe.

3. Weil ohnehin jede offene Stelle ausgeschrieben wird, kann man Initiativbewerbungen
vernachlässigen.

Falsch! Denn Stellenangebote lesen sich oft wie die längste Wunschliste der Welt. Sie verschrecken unter Umständen Kandidaten, die “nur” 90 Prozent der Anforderungen erfüllen. Gleichzeitig bewerben sich unverdrossen solche, bei denen bestenfalls die Hälfte passt. Wenn man Bewerber nicht zwingt, ihr Wissen und Können in eine konkrete Jobanforderung zu pressen, können Seiten zum Vorschein kommen, an die bei der Formulierung des Jobangebots gar nicht gedacht wurde.

Die größten Irrtümer der Bewerber:


1. Initiativbewerbungen sind für die Katz.

Nur etwa jeder dritte Bewerber ist davon überzeugt, dass Initiativbewerbungen mit den offenen Stellen im Unternehmen abgeglichen werden. Hier unterschätzen sie das Arbeitsethos der Personaler. Zwei von drei versichern, das regelmäßig zu tun, weitere 15 Prozent gleichen zumindest hin und wieder Angebot und Nachfrage ab.

2. Nur kleine Unternehmen freuen sich über unverlangte Einsendungen.

Die Befragung zeigt: Grundsätzlich ist da zwar etwas dran. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass man große Unternehmen von vornherein bei seinen Überlegungen ausklammern sollte. Auch hier gibt es vereinzelt Recruiter, die jede Initiativbewerbung gründlich studieren und prüfen, wo der Kandidat passen könnte.

3. In hippen Branchen werfen sie Blindbewerbungen sowieso gleich weg.

Falsch gedacht. Gut zwei von drei Personalern in IT, Telekommunikation und Internetwirtschaft – und immerhin jeder zweite in der Beratung – freuen sich über Bewerber, die von sich aus anklopfen.

4. Die Unternehmen haben keine Prozesse, um Initiativbewerbungen zu handhaben.

Deutliches Urteil auf Bewerberseite: Neun von zehn Kandidaten bezweifeln, dass Arbeitgeber einen festen Prozess definiert haben, der sicherstellt, dass Initiativbewerbungen und andere Bewerbungen gleich behandelt werden. Das stimmt nur zur Hälfte: Jeder zweite Befragte gibt an, solche Prozesse zu haben.

Wie ticken Bewerber und Recruiter in Sachen Initiativbewerbungen? Unsere Executive Summary gibt Aufschluss über die wichtigsten Umfrageergebnisse. Sie steht › hier zum kostenfreien Download zur Verfügung.