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Digitalisierungsexperten zunehmend gefragt

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In den letzten zwölf Monaten schrieben Unternehmen wesentlich mehr Jobs für CDOs aus als im Jahr zuvor.
Foto: © momius/Fotolia.de

Während der vergangenen 24 Monate haben deutsche Unternehmen 12 321 neue Stellen im Bereich digitale Transformation geschaffen. In den letzten zwölf Monaten nahm die Anzahl der Jobangebote um 87 Prozent zu – das sind beinahe doppelt so viele Stellen wie im Vorjahreseitraum. Die Firmen hierzulande suchen offenbar zunehmend nach Experten für Digitalisierungsprozesse. Die Zahlen stammen aus einer Analyse von > Joblift. Dafür wurden alle 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate untersucht.

Stärkste Nachfrage in Großkonzernen und der Fertigungsindustrie

Die Analyse zeigt, dass fast sechs von zehn der mit digitaler Transformation befassten Stellen (58 Prozent) in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern entstanden – obwohl die Großunternehmen nur ein Prozent der Firmen hierzulande ausmachen. Auf Platz eins rangiert die Deutsche Bahn mit drei Prozent der Inserate, gefolgt von Daimler und Siemens mit jeweils zwei Prozent der Stellenangebote für Digitalisierungsexperten. In kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten wurde knapp ein Fünftel (18 Prozent) solcher Jobs ausgeschrieben. Die Untersuchung nach Branchen ergibt, dass die größte Nachfrage in der Fertigungsindustrie entsteht; dort wurden 24 Prozent der Stellen inseriert. Auf dem zweiten Platz liegt die IT-Branche mit 19 Prozent und Platz drei mit 15 Prozent nimmt der Dienstleistungssektor ein.

Digitalisierungsberater und IT-Fachkräfte am meisten gesucht

Eine Betrachtung der Stellenprofile ergibt, dass die Unternehmen am häufigsten Berater mit dem Schwerpunkt Digitalisierung nachgefragt haben. Auf sie entfielen 1669 der Vakanzen; damit stieg der Bedarf an Consultants in den letzten zwölf Monaten um 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf den zweiten Rang (und damit auf Platz eins der nachgefragten Angestellten) kamen IT-Fachkräfte mit insgesamt 1317 Inseraten – 162 Prozent und damit über zweieinhalbmal mehr als in der ersten Hälfte des Analysezeitraums. Rang drei mit 1023 Angeboten nahmen Managementpositionen im Bereich digitale Transformation ein; hier stieg der Bedarf nach Führungskräften im Bereich digitale Transformation mit 45 Prozent am schwächsten.

Vermehrt interne Führungspositionen ausgeschrieben

Auch wenn die Nachfrage nach externen Beratern insgesamt am höchsten war, hat offenbar auch der Bedarf an internen Digitalisierungsmanagern zugenommen: So waren in den in den 24 Monaten vor Februar 2017 nur 23 Stellen für Chief Digital Officer (CDOs) ausgeschrieben, während in den darauffolgenden 16 Monaten bereits 162 neue Posten für solche Führungskräfte inseriert wurden. Außerdem bezogen sich 22 Prozent der neuen Jobs für digitale Transformation auf Senior-Profile mit Erfahrung in diesem Bereich; lediglich fünf Prozent entfielen auf Junior-Positionen. Die Studie folgert aus dieser Entwicklung, dass Unternehmen den Digitalisierungsprozess zunehmend als internen langfristigen Richtungswechsel verstehen, für den zusätzlich zu externer projektbezogener Hilfe auch IT- und Managementpositionen geschaffen werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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