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Diversity Management ist im Mittelstand angekommen

Diversity bringt für Mittelständler positive Effekte mit sich. Bei fast drei Vierteln (72 Prozent) der Betriebe hat Diversity in der Belegschaft die Produktivität positiv beeinflusst. Außerdem konnten 68 Prozent der Firmen durch Vielfalt die Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Hier entwickelt sich oft eine ganz neue Unternehmenskultur, die für mehr Loyalität zum Arbeitgeber und damit auch für die stärkere Bindung der Fachkräfte sorgt. Bei 70 Prozent der mittelständischen Betriebe wirkte sich die Förderung von Diversity auch positiv auf das Image aus. Auch zeigt sich, dass die Förderung der Vielfalt besonders häufig bei den Mittelständlern zu finden ist, die jährlich ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent erzielen. Das sind Ergebnisse der Studie “Triebwerk des Erfolgs – der deutsche Mittelstand im Fokus”, die GE Capital in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn durchgeführt hat.

Hier wird nicht nur über die Vielfalt geredet, hier wird gehandelt. Das ist typisch Mittelstand,

kommentiert Joachim Secker, CEO von GE Capital in Deutschland, die Studienergebnisse. Unternehmen mit Diversity Management hätten einen ganz besonderen Spirit, so Secker.

Chefsache: Diversity gegen den Fachkräftemangel

Auch für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften ist Diversity laut der Studie ein erfolgsentscheidender Faktor. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels stellt es neben Employer Branding ein zunehmend wichtiger werdendes Instrument dar. 93 Prozent der befragten Unternehmen verfügen auf mindestens einer Hierarchieebene über zuständige Mitarbeiter zur Förderung von Vielfalt. Bei 77 Prozent ist die Zuständigkeit in der Geschäftsführung angesiedelt, also Chefsache.

In gut jedem zweiten Unternehmen werden Teams bewusst heterogen zusammengesetzt, gibt es Deutschkurse für ausländische Mitarbeiter oder barrierefreie Maßnahmen für behinderte Beschäftigte,

sagt Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Siegen. Zwar zielten diese Maßnahmen vorrangig darauf, die Produktivität zu steigern und neue Märkte zu erschließen, die Mittelständler sähen es aber als ebenso wichtig an, die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern, so Welter.

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund fördern Innovationen

Neben der Produktivität profitiert laut Studie auch die Innovationskraft von Diversity: Jene Mittelständler, die sich als innovativ ansehen oder jährlich mehr als zehn Neuerungen innerhalb ihres Produkt- oder Dienstleistungsportfolios vorweisen können, haben in der Belegschaft meist eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Mitarbeitern mit Migrationshintergrund.

Für die Studie wurden im Februar und März 2015 über 4.000 mittelständische Unternehmen mit 125 bis 2.500 Mitarbeitern und einem Umsatz zwischen 20 Millionen und einer Milliarde Euro aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien befragt.

Mehr Informationen über die Studie gibt es > hier.

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