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Fachkräfte regional rekrutieren – 5 Tipps für Personaler

Digitiale Jobsuche
Online-Jobbörsen sind heute das Mittel der Wahl für den größten Teil der Fachkräfte mit Berufsausbildung – insbesondere für die Jüngeren.

Fachkräfte mit Berufsausbildung definieren “Heimat” als ihre unmittelbare Umgebung und richten ihre Lebensplanung weitgehend an dieser aus. “Heimat” und “Geburtsort” sind für die meisten Fachkräfte identisch. Da wo ihre Freunde und Familie sind, wo sie sich geborgen und wohl fühlen, möchten sie ungern weg – auch nicht für einen neuen Job. Im Gegenteil: Knapp die Hälfte der Befragten würde sogar Abstriche im Job hinnehmen, um in der Heimat bleiben zu können.

Wenn man Fachkräfte mit Berufsausbildung zum Thema Heimat, Arbeit und Jobsuche befragt, sind die Prioritäten also klar definiert: Heimat geht vor Job. Das mag aus Sicht der Personaler auf den ersten Blick ernüchternd klingen, aber daraus ergeben sich auch klare Chancen, die es zu nutzen gilt. meinestadt.de hat fünf Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie HR-Verantwortliche darauf reagieren können:

  1. Den Fokus auf Fachkräfte aus der Region richten

    Die Jobsuche von Fachkräften mit Berufsausbildung ist und bleibt regional. Sie suchen mehrheitlich Jobs in der Nähe ihres Wohnorts und bewegen sich für eine Stelle kaum über ihren definierten Heimat-Radius hinaus – das gilt auch für jüngere Fachkräfte. Arbeitgeber müssen daher in der Regel mit dem regionalen Potenzial an Arbeitskräften auskommen. Sie sollten die konkrete Suche ebenso auf dieses Potenzial fokussieren und sich im Sinne des Employer Branding als Arbeitgeber der Wahl in der Region positionieren.
  2. Employer Branding: Bedürfnisse in den Blick nehmen

    Während Akademiker den Fokus auf Karrierechancen und entsprechendes Gehalt legen, gehen diese Argumente an den allermeisten Fachkräften mit Berufsausbildung völlig vorbei. Hier zu unterscheiden und die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zu beachten, kann den entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Recruiting bringen. Bewerber wollen erfahren, ob der Job zu ihnen passt. Dabei muss der Logistikfacharbeiter anders angesprochen werden als die Pflegekraft oder der Elektriker. Wer konkrete Angaben zu Unternehmen, Arbeitszeitmodellen und Jobprofil macht, erhöht seine Chancen auf passende Bewerbungen. Statt von Standardfloskeln möchten Fachkräfte von ehrlichen Vorzügen lesen, die ihnen Sicherheit vermitteln. Da zählen “pünktliche Gehaltszahlung”, “langfristige Beschäftigung” oder ein “gutes Unternehmensklima”. Mit einer zielgruppengerechten Ansprache und den richtigen Argumenten positionieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber in der Region, der die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter in den Blick nimmt.
  3. Echte Anreize für berufsbedingte Umzüge schaffen

    Umzüge von Fachkräften aus weiter entfernten Regionen sind eher selten, die Motivation, solche Umzüge auf sich zu nehmen, ist gering. Ein Teil der Fachkräfte ist dafür noch am ehesten mit Geld und handfesten Vorteilen zu gewinnen. Im überregionalen Vergleich stellen niedrige Miet- und Baupreise in der Region zum Beispiel einen solchen handfesten Vorteil dar.
    Aufgrund der hohen Wertschätzung für die Familie ist es wichtig, diesen Faktor im Arbeitgeberangebot zu adressieren. Wochenendlösungen sind für eine Mehrheit dagegen unattraktiv. Eher haben solche Arbeitgeber eine Chance, die den Standortwechsel der Familie durch besondere Angebote erleichtern und für die neuen Mitarbeiter Angebote zur Vernetzung im ländlichen Raum schaffen.
  4. Online nach Fachkräften suchen

    Online-Jobbörsen sind heute das Mittel der Wahl für den größten Teil der Fachkräfte mit Berufsausbildung – insbesondere für die Jüngeren. Die Bedeutung von Online-Angeboten nimmt für das Recruiting absehbar weiter zu. Selbst wo Printanzeigen aktuell in der Gewinnung von Fachkräften noch eine Rolle spielen, sollten Arbeitgeber unbedingt parallel online schalten. Nur so können sie das gesamte Potenzial ausschöpfen und ihre offenen Stellen schnellstmöglich nachbesetzen.
  5. Dienstwagen als großes Plus für Zielgruppen mit Engpasscharakter nutzen
    Dienstwagen oder Jobticket? Für die große Mehrheit der Fachkräfte stellt das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit dar. In West- und Süddeutschland nutzen drei Viertel der Fachkräfte diese Möglichkeit. Wenn es auf dem Arbeitsmarkt wirklich eng wird, stellt das Angebot eines Dienstwagens für viele Fachkräfte daher eine attraktive Option dar, mit der Arbeitgeber sie gewinnen können. Einige mobile Pflegedienste gehen diesen Weg bereits.
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