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Fachkräftemangel größte Sorge von CFOs

Die Finanzverantwortlichen deutscher Unternehmen möchten auch in diesem Jahr ihre Teams aufstocken, doch der Fachkräftemangel bereitet ihnen große Sorgen. Oberste Priorität für 2016 hat für die CFOs aber ein anderes Thema: die Förderung des Unternehmenswachstums.

Gefragt nach den Themen, die deutschen Finanzverantwortlichen 2016 die größten Sorgen bereiten, liegt der Fachkräftemangel an erster Stelle. Jeder dritte CFO (33 Prozent) gibt dies an. Auf dem zweiten Platz folgt mit 24 Prozent die IT- und Datensicherheit. 19 Prozent sehen die wirtschaftliche Entwicklung als den Punkt, der sie in den nächsten zwölf Monaten am meisten beunruhigt. Es folgen die Veränderung von regulatorischen und Compliance-Vorgaben (13 Prozent), wachsende Geschäftsausgaben (acht Prozent) und die Optimierung der Kostenstruktur (drei Prozent).

Befürchtungen beeinflussen die Arbeitsleistung

Die Befürchtungen der deutschen Finanzchefs wirken sich ihrer Meinung nach sogar auf die Arbeitsleistung aus. So geben 89 Prozent der CFOs an, dass sich ihre Sorgen erheblich oder merklich in ihrer Produktivität niederschlagen. 87 Prozent glauben, dass sie sich auch auf die Entscheidungsfähigkeit und Unternehmensleistung insgesamt auswirken. Das sind Ergebnisse der Arbeitsmarktstudie 2016 von > Robert Half. Dafür wurden 200 CFOs in Deutschland befragt.

Mitarbeitergewinnung und -bindung auf Platz vier und fünf der Prioritäten

Obwohl die Finanzverantwortlichen den Fachkräftemangel aktuell als größte Sorge betrachten, gehört das Halten und Gewinnen von Mitarbeitern nicht zu den Top-3-Prioritäten. An erster Stelle steht das Fördern Unternehmenswachstums; rund jeder zweite CFO (52 Prozent), nennt dieses Vorhaben. Kostensenkung und Effizienzsteigerung liegen mit 45 Prozent an zweiter Stelle. Rang drei nehmen das Vorantreiben von Innovationen und Wandel sowie der Ausbau des Eigenkapitalanteils mit jeweils 36 Prozent ein. Erst knapp danach folgt das Binden von Mitarbeitern mit 35 Prozent. Ebenso viele Befragte geben die Verbesserung des Risikomanagements an. Das Einstellen neuer Mitarbeiter steht mit 32 Prozent auf dem fünften Platz der wichtigsten Prioritäten für dieses Jahr.

Unternehmen sollten sich bewusst machen, dass die richtigen Mitarbeiter eine Voraussetzung für Unternehmenswachstum und Innovationen sind,

kommentiert Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half, die Studienergebnisse. Daher müsse das Recruiting von qualifizierten Mitarbeitern eine Top-Priorität der Finanzchefs sein, um sich für anstehende Projekte und das Erreichen der Unternehmensziele vorzubereiten, besonders auch mit Blick auf den Fachkräftemangel. Das sei umso wichtiger, als die Finanzchefs insgesamt mit einem Unternehmenswachstum rechneten.