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Fachkräftenachfrage steigt weiter

Vor allem Pflegepersonal suchten deutsche Unternehmen im letzten Jahr vermehrt.
Foto: © blende11.photo/Fotolia.de
Vor allem Pflegepersonal suchten deutsche Unternehmen im letzten Jahr vermehrt.
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Das Jahr 2016 war ein neues Rekordjahr für die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften in Deutschland. Auch zum Jahresbeginn 2017 ist das Jobangebot für qualifiziertes Personal deutlich angestiegen. Das zeigt eine aktuelle Analyse, aus der auch hervorgeht, dass die Karriere von Frauen nicht vom Stellenboom profitiert.

Im vergangenen Jahr lag die Anzahl der Stellenangebote hierzulande mehr als ein Fünftel (22 Prozent) über dem Vergleichswert von 2015. Besonders dynamisch entwickelte sich die Nachfrage nach Pflegefachkräften, Fachleuten aus dem Bereich Personal und IT-Spezialisten.

Ein Drittel mehr Jobs im Pflegebereich

Das Jobvolumen für Pfleger und medizinisches Personal stieg 2016 gegenüber dem Vorjahr sogar um mehr als ein Drittel (37 Prozent), das entspricht einem Zuwachs von 20 000 Jobs. Auch dieses Jahr begann mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage. Das geht aus dem aktuellen Fachkräfteatlas von > Stepstone hervor, für den die Jobbörse monatlich mehr als zwei Millionen Stellenanzeigen aus unterschiedlichen digitalen und analogen Quellen auswertet. Die demografische Situation in Deutschland lässt laut Stepstone darauf schließen, dass das Ende des Job-Booms im Pflegebereich noch lange nicht erreicht ist.

Im Januar 2017 ein zehn Prozent mehr Jobinserate als im Dezember

Im Januar dieses Jahres setzte sich der allgemeine Trend zu mehr offenen Stellen fort. Die deutschen Unternehmen schrieben zehn Prozent mehr Jobs aus als im Vorjahresmonat; im Vergleich zum Januar 2015 legt der Anstieg sogar bei 22 Prozent. Alle Bundesländer konnten ein zweistelliges Stellenwachstum erzielen. Am schnellsten entwickelte sich die Anzahl der Ausschreibungen in den Ländern Schleswig-Holstein mit einem Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und Brandenburg mit einem Zuwachs von 31 Prozent sowie in den Stadtstaaten Berlin (plus 34 Prozent) und Hamburg (plus 40 Prozent).

Karriere von Frauen trotz Nachfrageboom gehemmt

Trotz der rasanten Entwicklung der Fachkräftenachfrage in der Bundesrepublik sind Frauen in höheren Hierarchieebenen weiterhin unterrepräsentiert. So haben laut Fachkräfteatlas nur 19 Prozent der Fachkräfte eine weibliche Vorgesetzte. 87 Prozent aller weiblichen Fachkräfte sind der Ansicht, dass Frauen für ihre Anerkennung härter arbeiten müssen als Männer. Außerdem ist unter den Fach- und Führungskräften eine von fünf Frauen in Teilzeit tätig – bei den Männern ist dies nur bei einem von 25 Männern der Fall.

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