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Jobmarkt für Fachkräfte schwächelt

Mann mit Krawatte hält Schild
So dringend wie hier zu vermuten, sieht die Nachfrage nach IT-Spezialisten derzeit nicht aus. Foto: © Coloures-Pic/StockAdobe

Von Juli bis September schalteten die Unternehmen hierzulande deutlich weniger Stellenangebote als im zweiten Quartal. Das geht aus dem Fachkräfte-Index von > Hays hervor. Danach sank der Gesamt-Index  um zehn Punkte auf den Wert von 145. Die Zahl der Jobinserate für IT-Experten nahm noch stärker ab; hier fiel der Index um 15 Punkte. Wie seit Jahren werden Anwendungs- und Softwareentwickler weiterhin am meisten gesucht, doch auch für diese Jobs fiel der Index um 16 und um 14 Punkte. Bei der Nachfrage nach Ingenieuren zeigt sich im dritten Quartal ein Minus von elf Punkten. Die Zahl der Jobinserate für Ingenieure war über alle Einsatzfelder hinweg rückläufig. Stark von dieser Entwicklung betroffen waren auch die zahlenmäßig am häufigsten nachgefragten Entwicklungsingenieure (minus 12 Indexpunkte), Automatisierungsingenieure (20 Punkte weniger) und Elektroingenieure (Rückgang um 13 Punkte). Für den Fachkräfte-Index werden Stellenanzeigen der
meistfrequentierten Online-Jobbörsen, der Tageszeitungen und des
Business-Netzwerks Xing analysiert. Den Referenzwert von 100 bildet das
1. Quartal 2015.

Mit Zeitverzögerung kommt die
konjunkturelle Delle auf dem Stellenmarkt für Fachkräfte an. Die
gesamtwirtschaftliche Großwetterlage wirkt sich immer später auf die
Arbeitsmärkte aus,

kommentiert Hays-Vorstand
Christoph Niewerth, die Entwicklung. Insgesamt sei der Arbeitsmarkt für
Fachkräfte aber als stabil anzusehen.

Mehr Jobs für Buchhalter

Erhöht hat sich hingegen – wie auch schon im zweiten Quartal – die Zahl der Stellenausschreibungen für Fachkräfte aus dem Finanzbereich. Hier ergab sich ein Zuwachs um vier Indexpunkte. Der Trend erklärt sich laut Hays mit einem stärkeren Bedarf an Buchhaltern.

Nachfrage nach Fachkräften geht vor allem in der IT-Industrie zurück

Auch die Betrachtung wichtiger Branchen zeigt eine Schwächung des Jobmarkts im dritten Quartal, das gilt insbesondere für die IT-Industrie. Die Unternehmen schrieben wesentlich weniger Stellen aus als im zweiten Quartal: Während der Index von April bis Juni noch bei einem Rekordhoch von 223 Punkten lag, fiel er im vergangenen Quartal um 40 Punkte auf einen Wert von 183 zurück. Auch im verarbeitenden Gewerbe ist mit einem Rückgang von 19 Punkten ein überdurchschnittliches Minus zu verzeichnen. In der Automobilindustrie wurden seit Beginn des Index noch nie so wenige Ingenieure gesucht wie im letzten Quartal. Der Index fiel hier auf das Allzeittief von 66 Punkten.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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