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Fehlender Ausgleich für Überstunden auf Platz eins

Gestresst wirkende Frau mit Postit-Zetteln auf dem Gesicht
Überstunden und kein Ausgleich – solche Arbeitsbedingungen sind für Mitarbeiter der häufigste Kündigungsgrund. Foto: © MaFiFo/Fotolia.de

Der Hauptkündigungsgrund für die Bundesbürger wäre es, wenn der Arbeitgeber keinen angemessenen Ausgleich für Überstunden bietet. Rund zwei Drittel (68 Prozent) geben dies an. An zweiter Stelle wird fehlende Chemie zwischen den Kollegen genannt: 65 Prozent würden sich einen neuen Job suchen, wenn es Spannungen oder Ungerechtigkeiten innerhalb des Teams gibt. Weitere 60 Prozent sagen, dass sie bei andauerndem Stress und Leistungsdruck nach Jobalternativen suchen würden. Außerdem wäre es für 58 Prozent ein Kündigungsgrund, wenn im Unternehmen keine konstruktive Feedback-Kultur herrscht. Zu wenig Handlungsspielraum schreckt immerhin jeden Zweiten (51 Prozent) ab. Keine Incentives wie Firmenwagen oder Jobtickets zu erhalten, wäre lediglich für 22 Prozent ein Grund, die Firma zu verlassen. Das sind Ergebnisse der neuen Talents & Trends-Befragung von > von Rundstedt. Dafür wurden 1020 Frauen und Männer  in Deutschland repräsentativ befragt. Über den Aspekt der Gehaltshöhe als Kündigungsgrund macht die Studie keine Angaben.

Wenig Handlungsspielraum macht vor allem Akademiker wechselbereit

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass einige der genannten Kündigungsgründe in besonderem Maße für Hochschulabsolventen gelten. So sehen bei ihnen fast drei Viertel (74 Prozent) einen fehlenden Ausgleich von Überstunden in Form von Freizeit oder Gehalt als Anlass an, sich eine neue Stelle zu suchen. Fast ebenso viele Akademiker (72 Prozent) könnte ein schlechtes Klima am Arbeitsplatz zur Kündigung bewegen. Auch würden rund zwei Drittel (67 Prozent) und damit neun Prozent mehr als der Durchschnitt wegen einer schlechten Feedback-Kultur zu anderen Ufern aufbrechen. Ihnen ist es besonders wichtig, eigene Fehler zugeben zu können und auch andere Kollegen auf Fehler hinweisen zu können. Am stärksten weichen Akademiker vom Durchschnitt der Bevölkerung ab, wenn es um Selbstbestimmtheit geht: 64 Prozent – 13 Prozent mehr als bei allen Befragten – würden eine Kündigung in Erwägung ziehen, wenn ihnen der aktuelle Arbeitgeber zu wenig Eigenverantwortung und Entscheidungsbefugnis einräumt.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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