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Führungskultur als Recruiting-Instrument: Fünf Tipps für Arbeitgeber

Arbeitgeber reicht Mitarbeiter die Hand
Eine gute Führungskultur stärkt die Arbeitgebermarke. Foto: © Dramen-stock.adobe.com

1. Führungskultur reflektieren, in Führungsqualität investieren

Die “ideale Führung” gibt es in den Köpfen der befragten Fachkräfte nicht. Jeder hat andere Ansprüche und Wünsche an seinen Vorgesetzten. Aber egal welche Art von Führung bevorzugt wird – insgesamt stellen Fachkräfte ihren Vorgesetzten ein eher durchwachsenes “Führungszeugnis” aus. Arbeitgeber tun daher gut daran, ihre Führungskultur zu reflektieren und in ihre Führungsqualität zu investieren. Denn “gute Führung” steckt heute im Anspruchskern an jede Employer Brand – ob die Unternehmen wollen oder nicht.

2. Wettbewerbsvorteile durch unterscheidbare Führungskultur schaffen

Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, fachliche Kompetenz der Führungskraft und Kritikfähigkeit sind notwendige Bedingungen für die Führung von Fachkräften und sollten in der Praxis zum Standard gehören. Potenzial haben vor allem Faktoren, die von vielen Fachkräften als wichtig eingestuft, aber bisher nur von einer Minderheit der Führungskräfte umgesetzt werden. Dazu zählt die Führungskraft als Motivator sowie Entwickler ihrer Mitarbeiter, aber auch der vorausschauende Umgang mit den Kräften und Belastungsgrenzen der Mitarbeiter: Fachkräfte wünschen sich Führungskräfte, die die Arbeitsbelastung ihrer Mitarbeiter im Blick behalten.

3. Einarbeitungsplan in der Schublade haben

Fachkräfte möchten schon im Bewerbungsgespräch erfahren, wie sie von ihrem Vorgesetzten eingearbeitet werden. Besonderen Wert legen sie dabei auf ausführliche Informationen für ihre tägliche Arbeit, einen Gesamtüberblick über die Abläufe im Unternehmen, ausreichend Zeit und Geduld sowie einen direkten Ansprechpartner bei Rückfragen. Arbeitgeber sollten sich daher mit dem Einarbeitungsprozess auseinandersetzen, um im Bewerbungsgespräch genauere Angaben dazu machen zu können.

4. Über den Führungsstil und Erwartungen sprechen

Eine deutliche Mehrheit der Fachkräfte möchte im Vorstellungsgespräch unbedingt den Vorgesetzten kennenlernen. Dabei geht es ihnen aber nicht um Privates, sondern um die Frage, mit welcher Art von Chef sie es zu tun bekommen und was er von ihnen als zukünftigen Mitarbeiter erwartet. Vorgesetzte sollten sich daher über ihre Art der Führung und die Anforderungen an ihre Mitarbeiter im Klaren sein und aktiv im Bewerbungsgespräch darüber sprechen.

5. Führungskultur frühzeitig kommunizieren

Die Führungskultur eines Unternehmens nimmt für Bewerber eine zunehmend wichtige Rolle ein, wenn es darum geht, sich für oder gegen ein Unternehmen zu entscheiden. Schon vor einem möglichen Vorstellungsgespräch möchten Fachkräfte daher Informationen zur Führungskultur, zu den Entscheidungswegen oder Hierarchieebenen erhalten. Für Arbeitgeber heißt das, diese Angaben aufzubereiten und frühzeitig zu kommunizieren – etwa auf der Karrierewebseite oder in den Stellenanzeigen.

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