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Gen Y – bequem und verwöhnt?

Mit besonderen Angeboten wollen Unternehmen der Generation Y Jobs schmackhaft machen.
Foto: © Nailia Schwarz/Fotolia.de
Mit besonderen Angeboten wollen Unternehmen der Generation Y Jobs schmackhaft machen.
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In Stellenanzeigen für jüngere Berufstätige, die Unternehmen dieses Jahr bisher online veröffentlicht haben, wird über 30 000 Mal die Möglichkeit angeboten, von zu Hause aus zu arbeiten. Am häufigsten findet man Hinweise auf ein Home Office in Job-Inseraten für Außendienstmitarbeiter, Sales Manager sowie IT-Berater und -Entwickler von Unternehmen aus den Branchen Industrie & Technik, IKT und Handel.

Work Life Balance neben Home Office am häufigsten im Angebot

Ebenfalls in gut 30 000 Job-Offerten für Millennials sprechen Arbeitgeber potenzielle Bewerber damit an, dass sie im Unternehmen die richtige Work Life Balance erwarten dürfen. Dabei handelt es sich zumeist um Stellenanzeigen für IT-Entwickler, Praktikanten, Auszubildende, IT-Berater, System-Administratoren, Consultants sowie Gesundheits- und Krankenpfleger. Die Firmen stammen häufig aus den Branchen IKT, Industrie & Technik, Handel, Finanzen, Unternehmensdienstleistung und Bildung. Das zeigt eine Auswertung von > Textkernel. Dafür wurden mit der Job-Plattform Jobfeed 5,9 Millionen Stellenanzeigen, die hierzulande seit Anfang 2016 veröffentlicht wurden, hinsichtlich bestimmter Schlüsselwörter zum Thema “Millennials at work” untersucht.

ITler in großen Unternehmen dürfen sich schon auf Sabbaticals freuen

Gleich mehrere Stellenangebote weisen jüngere Bewerber bereits auf die Möglichkeit hin, ein Sabbatical machen zu können. In 2000 Anzeigen war dies der Fall. Die Auszeit wird am häufigsten Consultants, IT-Beratern, Software-Entwicklern, Account-Managern und Business-Analysten in Aussicht gestellt. Die damit werbenden Unternehmen gehören zumeist den Branchen Unternehmensdienstleistung, IT, Gesundheitswesen oder Industrie & Technik an und haben überwiegend mehr als 5000 Mitarbeiter.

Weiterbildung hat nicht mehr Relevanz als Auszeiten

Interessant ist, dass die Unternehmen relativ selten auf Angebote zur persönlichen Weiterbildung hinweisen. Tatsächlich geschieht das nur in 2000 Ausschreibungen, also nicht öfter als bei Sabbaticals. Wenn Unternehmen Kandidaten damit ansprechen, so geht es vor allem um Software-Entwickler, Auszubildende, Praktikanten, Techniker, Mechatroniker, Servicekräfte, Sales Manager, Versicherungsangestellte und Projektleiter.

Aussicht für Entwickler: Beteiligung und Gratisessen

600 Mal nennen Arbeitgeber in Stellenanzeigen die Möglichkeit für künftige Mitarbeiter, sich am Unternehmen (mit) zu beteiligen. Auch dieses Angebot richtet sich oft an die begehrten Talente aus der IT, insbesondere Software-und Java-Entwickler. Aber die Firmen versuchen auch Sales Manager, Qualitätsingenieure, Rechtsanwälte und E-Commerce-Manager mit einer Beteiligung anzuziehen.

Darüber hinaus machen 250 Ausschreibungen potenziellen Bewerbern der Generation Y Appetit auf ein kostenloses Mittagessen. Dabei sprechen die Unternehmen erneut vor allem ITler wie Software-, Web-, Net- und PHP-Entwickler, SAP-Berater, Systemadministratoren und Softwaretester an. Die Arbeitgeber sind hauptsächlich in den Branchen IKT, Gesundheitswesen, Kultur, Industrie, Handel und Pharmazie zu finden.