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Goldene Runkelrübe für abschreckende Personalanzeigen verliehen

Die abschreckendste Stellenanzeige, das peinlichste Karriere-Video, die unattraktivste Karriere-Website und der misslungenste Social Media-Auftritt des Jahres – dafür gibt es seit dem letzten Jahr einen Award. Die Personalexperten Henner Knabenreich und Jannis Tsalikis haben die Goldene Runkelrübe ins Leben gerufen. Vorgestern wurden in Berlin die diesjährigen Gewinner bekannt gegeben. Eine Jury aus Unternehmensvertretern, Personaldienstleistern und Bewerbern hatte im Vorfeld Gelegenheit, über die im Laufe des Jahres eingereichten Nominierungen für herausragend schlechtes Personalmarketing abzustimmen.

Die Goldene Runkelrübe für die abschreckendste Stellenanzeige ging an das Europäische Patentamt. Gesucht wurde ein Direktor für Personaleinstellungen. Die unübersichtliche und leseunfreundliche Stellenanzeige glänzt vor allem durch Länge und ist überfrachtet mit Textinformationen. Wer es bis zum Ende schafft, erfährt dann auch, dass ein attraktives Gehalt und ausgezeichnete Sozialleistungen winken.

Über die Rübe für das peinlichste Karriere-Video darf sich die Volksbank Franken freuen. Er zeigt ein junges Paar im Bett, der Wecker klingelt. Er: “Schatz, ich muss los. Ich hab’ doch jetzt ein Vorstellungsgespräch!” Sie: “Wo denn?” Er: “Bei der Volksbank Franken.” Sie: “In einer Bank???” Er: “Ist ein Top-Arbeitgeber…” Der Spot ist überragend schlecht geschauspielert. Dafür darf der junge Mann seinen wohlgeformten Körper, nur mit einer Unterhose bekleidet, zeigen. “Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt” ist das Video betitelt, doch die Umsetzung straft den Slogan Lügen, so wenig enthusiastisch kommen die Worte des Bewerbers rüber.

Die Auszeichnung für die unattraktivste Karriere-Website erhielt der Lasertechnik-Spezialist LASE. Statt freie Stellen anzubieten, informiert sie laut über Jobs, die nicht vakant sind. “Besetzt!” schreit die Seite mögliche Bewerber an und signalisiert damit “Wir wollen niemanden.” Angesichts dieser Abschreckung vergeht Interessenten die Lust, sich überhaupt noch weiter über das Unternehmen zu informieren.

Sieger in der Kategorie misslungenster Social Media-Auftritt ist die Facebook-Seite von Call a Pizza Karriere, die inzwischen abgeschaltet wurde. Alle drei Tage wurde auf der Seite der gleiche Text gepostet darüber, dass ein neuer Store eröffnet wurde. Die Seite zeigte immer dasselbe Foto eines Pizzabäckers, der die immer gleiche Salamipizza aus dem Ofen holte. Unkreativer und langweiliger kann ein Social-Media-Auftritt kaum sein; die Facebook-Möglichkeiten wurden überhaupt nicht genutzt.

Mehr Informationen, auch über die anderen Nominierten, gibt es unter:
www.goldenerunkelruebe.de