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HR-Manager befürworten Qualitätsstandards für Talentjäger

Gute Headhunter zeichnen sich unter anderem durch Verschwiegenheit und eine integre Arbeitsweise aus. Doch 61 Prozent der befragten Personalmanager berichten von zumindest gelegentlich unseriösen Methoden. Nur neun Prozent der Studienteilnehmer nehmen keine unseriösen Aktivitäten wahr. Zwar ist die generelle Zufriedenheit der HR-Manager mit Headhuntern im Durchschnitt mittelmäßig bis gut, trotzdem gibt es eine Unzufriedenheit mit einzelnen wichtigen einzelnen Erfolgsfaktoren.

Personaler erleben Headhunter oft als unseriös, aufdringlich und zu teuer

Die HR-Manager monieren vor allem, dass die Headhunter zu aufdringlich für ihre Leistungen werben. Über zwei Drittel geben dies an. Zudem hielten sich viele nicht an die vereinbarten Suchkriterien. Fast jeder zweite Befragte bemängelt, dass die Honorarhöhe überhaupt nicht in Relation zur Leistung stand. Darüber hinaus haben es 40 Prozent persönlich erlebt, dass Headhunter eine nicht überprüfte Kandidatenliste präsentierten und sich nicht an vereinbarte Kriterien hielten. So verwundert es nicht, dass gut acht von zehn Personalern Qualitätsstandards gutheißen.

BPM regt Kompetenznachweis für Personalvermittler an

Vor allem unerfahrenen Personalern fällt es schwer, zwischen guten und schlechten Headhuntern zu unterscheiden, so der BPM. Der Verband regt daher an, einen Kompetenznachweis für Headhunter einzuführen, um Mindeststandards bei der Auswahl von Fach- und Führungskräften zu sichern. Der Kodex fasst schon einmal die Anforderungen an gute Headhunter zusammen.

Für die Studie hat Thorsten Petry vom Lehrstuhl für Organisation und Personalmanagement an der Hochschule RheinMain mehr als 1.300 HR-Manager nach ihren bisherigen Erfahrungen mit Headhuntern befragt. Die Teilnehmer sind mehrheitlich Personalleiter mit über zehn Jahren Recruiting-Erfahrung.

Die > Marktstudie “Headhunting in Deutschland” und der > “Kodex des guten Headhuntings” und stehen zum Download bereit.