Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Insgesamt positive Aussichten für 2017

Nach aktuellen Prognosen geht es auf dem Arbeitsmarkt dieses Jahr weiter aufwärts. 
Foto: © md3d/Fotolia.de
Nach aktuellen Prognosen geht es auf dem Arbeitsmarkt dieses Jahr weiter aufwärts.
Foto: © md3d/Fotolia.de

In seiner Arbeitsmarktprognose für 2017 erwartet das IAB ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 Prozent. Das ist zwar weniger als die Wachstumsprognose für 2016 (Zunahme des BIP um 1,9 Prozent), doch die Arbeitsmarktforscher führen dies zum großen Teil darauf zurück, dass 2017 eine deutlich geringere Zahl von Arbeitstagen aufweist, was mit minus 0,3 Prozent beim BIP zu Buche schlage. Die aktuellen Konjunkturindikatoren zeichneten ein positives Bild, so die Autoren der IAB-Prognose.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – höchster Anstieg seit 1990

Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2017 laut IAB um rund 670 000 auf 44,26 Millionen steigen – ein neuer Rekord. Einen weiteren Rekord erwarten die Wissenschaftler bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: Dieses Jahr werden, so die Prognose, 32,26 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein – das wäre gegenüber 2016 ein Zuwachs von 760 000 und der stärkste Anstieg seit der Wiedervereinigung. Den höchsten Beschäftigungszuwachs erwartet das IAB im Bereich “Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit”. Einen Rückgang werde es voraussichtlich nur in der Finanzbranche geben.

Wermutstropfen: Verfügbare Arbeitskräfte werden noch knapper

Trotz des demografischen Wandels erreicht auch das Erwerbspersonenpotenzial mit 46,76 Millionen – 320 000 mehr als 2016 – einen neuen Höchststand. Das liegt vor allem an der Zahl der zugewanderten Menschen, aber auch an weiter steigenden Erwerbsquoten von Frauen und Älteren. Da das Erwerbspersonenpotenzial aber nicht einmal halb so stark wachse wie die Erwerbstätigkeit, würden verfügbare Arbeitskräfte knapper, sagt IAB-Forscher Weber. Damit sinke das Risiko, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter entlassen, auf den niedrigsten Stand nach 1990. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2017 voraussichtlich bei 2,53 Millionen Personen liegen. Das sind rund 160 000 weniger als im Jahresdurchschnitt 2016.

Die IAB-Prognose steht als Kurzbericht zum > Download bereit.