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Jeder zweite Deutsche ist offen für einen neuen Job

Mitarbeitern am Schrebitisch erhält ein
Mehr Anerkennung vom Chef trägt wie ein gutes Gehalt dazu bei, dass die Wechselbereitschaft sinkt.
Foto: © Nattakorn/StockAdobe

Rund jeder zweite Deutsche hat innerlich gekündigt. Fast genauso viele sind bereit, innerhalb des nächsten Jahres eine neue Stelle zu suchen. Der Wunsch nach einem höheren Gehalt ist das wichtigste Motiv für einen Job- wechsel, aber auch nicht-monetäre Gründe spielen eine Rolle.

Fast jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) ist mit den aktuellen Arbeits- bedingungen unzufrieden. 47 Prozent geben an, dass sie ihre Stelle in den kommenden zwölf Monaten wechseln würden. Weitere fünf Prozent haben zwar innerlich gekündigt, können ihren derzeitigen Job aber aus persönlichen Gründen nicht aufgeben. Das geht aus der Studie “Jobzufriedenheit 2019” hervor, für die im Auftrag der ManpowerGroup 1004 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.

Mehr Geld würde fast jeden Zweiten zu einem Jobwechsel motivieren

Die meisten der Wechselwilligen wünschen sich ein höheres Gehalt. Zwar halten 48 Prozent ihre derzeitige Vergütung für fair, dennoch würde sie mehr Geld dazu motivieren, in einem anderen Unternehmen anzufangen. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) ist konkret auf der Suche nach einem Job mit besserer Bezahlung; 2018 waren es allerdings mit 22 Prozent noch etwas mehr.

Rund jedem Siebten fehlen Anerkennung und Wertschätzung

Der zweithäufigste Grund dafür, die Kündigung zu planen, ist fehlende Anerkennung: 15 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass ihre Leistungen beim aktuellen Arbeitgeber nicht ausreichend wahrgenommen werden und Lob vom Vorgesetzten oft ausbleibt. Auf Platz drei der Kündigungsmotive stehen unflexible oder zu lange Arbeitszeiten; jeder neunte Studienteilnehmer (elf Prozent) gibt dies an. Die Befragung zeigt auch, dass in fast zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent) keine flexiblen Arbeitszeitmodelle angeboten werden und in über drei Viertel der Firmen (79 Prozent) kein Homeoffice möglich ist. Auch attestieren gut zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) ihrem Arbeitgeber wenig Familienfreundlichkeit.

Weitere Kündigungsgründe: Schlechtes Arbeitsklima, Stress mit dem Chef und kein Spaß im Job

An dritter Stelle der Gründe, sich einen neuen Job zu suchen, stehen gleich drei Faktoren: Jeweils zehn Prozent der Bundesbürger sagen, ihre Tätigkeit mache ihnen keinen Spaß, das Arbeitsklima sei schlecht oder sie kämen mit ihrem Vorgesetzten nicht klar.

Jeder Elfte wünscht sich bei der Arbeit mehr Abwechslung

Außerdem sind neun Prozent der Befragten wechselbereit, weil sie Abwechslung oder andere Projekte suchen oder andere Arbeitgeber kennenlernen möchten. Ebenso viele bevorzugen einen Job, in dem sie Beruf und Familie besser vereinbaren können. Darüber hinaus geben sieben Prozent als Grund an, dass sie lieber in einer anderen Region oder einem anderen Land arbeiten würden.

Mehr Informationen über die Studienergebnisse gibt es > hier zum Download.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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