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Jedes zweite Unternehmen beschäftigt Zuwanderer

Jeder vierte deutsche Arbeitgeber hält Migranten für besonders motiviert.
Foto: © Jörg Lantelme/Fotolia.de
Jeder vierte deutsche Arbeitgeber hält Migranten für besonders motiviert.
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92 Prozent der großen Unternehmen hierzulande beschäftigen derzeit Menschen mit Migrationshintergrund. In mittelgroßen Firmen liegt der Anteil bei 81 Prozent und in kleinen Betrieben bei 55 Prozent. Auch bei Neueinstellungen setzen die Unternehmen immer öfter auf Zuwanderer: Jeder zweite Arbeitgeber hat in den vergangenen fünf Jahren Mitarbeiter mit Migrationshintergrund eingestellt. In drei Viertel dieser Betriebe kamen die Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern und bei 65 Prozent aus dem EU-Ausland. Bei der Beschäftigung von Migranten gibt es hierzulande jedoch ein Ost-West-Gefälle: Während in Westdeutschland 64 Prozent der Unternehmen Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen, sind es in Ostdeutschland nur 38 Prozent. Das geht aus einer Unternehmensbefragung im Rahmen des aktuellen Personalpanel sdes Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (> IW) hervor.

Die Unternehmen haben erkannt, dass sie auf der Suche nach Fachkräften auf Migranten angewiesen sind,

kommentiert IW-Wissenschaftler Wido Geis die Befragungsergebnisse. Zudem geben 25 Prozent der befragten Firmen an, dass Mitarbeiter mit Migrationshintergrund eine besonders hohe Arbeitsmotivation aufweisen.

Vier von zehn Zugewanderten sind Frauen

Auf das Potenzial weiblicher Migranten greifen die Unternehmen jedoch bislang weniger stark zurück. In lediglich 40 Prozent der befragten Betriebe arbeiten zugewanderte Frauen. Vor allem in kleinen Betrieben – die hierzulande besonders stark vertreten sind – ist ihr Anteil mit 38 Prozent niedrig. In den Großunternehmen liegt er dagegen bei 83 Prozent.

Hürden: Sprachkenntnisse und unklare Bleibeperspektive

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Sprache für den Einstieg in den Arbeitsmarkt entscheidend ist. Mehr als jeder zweite Personalverantwortliche sieht in fehlenden Deutschkenntnissen eine große Hürde, wenn es gilt, Migranten einzustellen. Zudem betrachtet es jedes dritte Unternehmen als großes Hemmnis, dass nicht klar ist, ob die Zugewanderten dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen. Ähnlich viele Betriebe (31 Prozent) halten die richtige Einschätzung des Qualifikationsniveaus der Zugewanderten für ein Problem. Kulturelle Spannungen im Unternehmen befürchten nur rund zwölf Prozent aller Personalverantwortlichen.