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Jede dritte Freiberufler-Stelle wendet sich an IT-Experten

Ein junger, zufrieden lächelnder Mann sitzt vor seinem Laptop im Home Office
Heute suchen doppelt soviele Menschen in Deutschland nach Freiberufler-Jobs als vor zwei Jahren.
Foto: © deagreez/Fotolia.de

Die Arbeitgeber hierzulande stellen vor allem IT-Experten als Freiberufler ein: 32,4 Prozent der Freelancer-Jobs wendeten sich im Dezember 2017 an IT-Spezialisten. Davon werden 17,4 Prozent an Softwareentwickler ausgeschrieben und 15 Prozent an andere IT-Experten. Mit einigem Abstand folgen Freiberufler-Angebote für Mitarbeiter im Vertrieb (5,1 Prozent), Projektmanager (4,2 Prozent), Dozenten, Lehrer und Trainer (3,9 Prozent), Sprachlehrer sowie Ingenieure (jeweils 3,1 Prozent), Alten- und Krankenpfleger (2,7 Prozent), Kundenbetreuer (2,4 Prozent) sowie Webdesigner (2,1 Prozent). Die zehn Berufe repräsentieren 59 Prozent aller Stellenausschreibungen für Freelancer. Das geht aus einer Arbeitsmarktanalyse des Indeed Hiring Labs hervor. Dafür wurden auf Indeed bundesweite Stellenausschreibungen und Jobsuchen von Januar 2015 bis Ende 2017 ausgewertet.

Jeder vierte Job wird für Freelancer und Festangestellte zugleich ausgeschrieben

Die Untersuchung zeigt auch, dass fast ein Viertel (23,4 Prozent) der Stellen für Freiberufler von Unternehmen zusätzlich auch für Festanstellungen ausgeschrieben werden. Die meisten davon richten sich an Softwareentwickler (23,3 Prozent) oder allgemein an IT-Fachkräfte (15,5 Prozent) sowie an Pflegekräfte (8,3 Prozent). Nach Ansicht des Indeed Hirings Labssuchen Unternehmen dann nach Freelancern, wenn sie aufgrund des Fachkräftemangels für eine Festanstellung keine Mitarbeiter finden, diese aber oft gern einstellen würden.

Wird Freiberuflichkeit für Jobsuchende attraktiver?

Gleichzeitig ist die Anzahl der Suchen nach Jobs für freie Mitarbeiter im genannten Zeitraum um 94,7 Prozent gestiegen und hat sich damit nahezu verdoppelt. Studienleiterin Annina Hering interpretiert dies so, dass eine freiberufliche Tätigkeit für Berufstätige immer attraktiver würde und es offenbar gute Gründe dafür gebe, sei es wegen der Bezahlung, zur Selbstverwirklichung, um der eigene Chef zu sein, für eine bessere Work Life Balance oder als Zusatzverdienst. Diese Motive überwögen anscheinend mögliche Unsicherheitsbedenken, so Hering.

Weitere Informationen über die Arbeitsmarktanalyse gibt es > hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.