Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Abonnieren

Jobwechsler sind zumeist zufrieden mit ihrer Entscheidung

Mitarbeiterin am Schreibtisch im Streit mit verärgertem Vorgesetzten
Auseinandersetzungen mit dem Vorgesetzten sind der zweithäufigste Auslöser für einen Jobwechsel. Foto: © Bojan/StockAdobe

Die Mehrheit der Arbeitnehmer, die ihren Job gewechselt haben, findet ihre Entscheidung rückblickend richtig: Sechs von zehn Berufstätigen (61 Prozent), die eine neue Stelle angetreten haben, sagen, dass sie ihre Entscheidung immer wieder genau so treffen würden. Knapp ein Drittel (31 Prozent) gibt an, den Wechsel des Arbeitgebers im Nachhinein überwiegend gut zu finden. Das zeigt eine repräsentative Studie im Auftrag der > Königsteiner Gruppe. Dafür wurden im vergangenen August 1110 Arbeitnehmer befragt, die in den nächsten zwölf Monaten einen Jobwechsel planten und von denen sich 90 Prozent bereits mindestens ein Mal beruflich verändert hatten. Von den 18- bis 29 jährigen Befragten hatten 29 Prozent einmal die Stelle gewechselt, 20 Prozent zweimal und zwölf Prozent sogar schon dreimal.

Vor allem Stress und Ärger mit Vorgesetzten lösen Bedürfnis nach Jobwechsel aus

Als hauptsächlichen Auslöser für den Jobwechsel gaben 35 Prozent der Befragten beruflichen Stress an. Gleich an zweiter Stelle steht Ärger mit dem Vorgesetzten: 31,5 Prozent sagten, eine Auseinandersetzung mit ihrem Vorgesetzten habe den Wunsch freigesetzt, sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen. Sollten die Führungskräfte ihren Umgang mit Mitarbeitern jedoch ändern und das Gespräch mit Wechselwilligen suchen, kann sich mehr als jeder Vierte (28 Prozent) auf jeden Fall vorstellen, seine Entscheidung zu überdenken und doch im Unternehmen zu bleiben. Weitere 51 Prozent sagen, sie würden ihren Entschluss vielleicht überdenken. Ein weiterer Grund, der abwanderungswillige Mitarbeiter von ihrem Vorhaben abbringen könnte, sind unsichere volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Bei den Wünschen an einen neuen Job steht mehr Geld an erster Stelle

Gefragt danach, welche konkreten Wünsche Jobwechsler mit einer neuen Stelle verbinden, nennen die meisten Befragten ein höheres Gehalt: Mehr als drei Viertel der Studienteilnehmer (77 Prozent) versprechen sich eine bessere Vergütung. 61 Prozent erhoffen sich einen neuen Antrieb für ihre persönliche Entwicklung, die aus ihrer Sicht davor eher stagnierte. Über die Hälfte (53 Prozent) erwartet mehr Wertschätzung vom künftigen Vorgesetzten.

Erwartungen an eine neue Arbeitsstelle erfüllen sich mehrheitlich

Die Erwartungen, die Berufstätige mit dem Jobwechsel verknüpfen, erfüllen sich anschließend auch größtenteils beim neuen Arbeitgeber. So geben gut zwei Drittel (69 Prozent) an, mehr zu verdienen als vorher. Gut jeder Zweite (55 Prozent) berichtet davon, ein besseres Verhältnis zum Vorgesetzten zu haben als auf der alten Arbeitsstelle. Darüber hinaus gaben 58 Prozent an, insgesamt ausgeglichener geworden zu sein.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.