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Kandidaten erleben eine „Achterbahn der Gefühle“

Bild: Fotolia.com/Jacob Lund
Bild: Fotolia.com/Jacob Lund

Zunächst wurden rund 3.500 Bewerber online befragt. 84,3 Prozent von ihnen antworteten, dass die Bewerbung für sie mit “starken Gefühlen” verbunden war. Anschließend haben Professor Dr. Manfred Seifert und sein Team vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg 100 telefonische Tiefeninterviews mit Bewerbern durchgeführt.

Der Ethnologe konnte eine Vielzahl verschiedener Stimmungslagen bei den Gesprächspartnern identifizieren. Einige verglichen die Bewerbung mit einer Achterbahnfahrt, andere zeigten sich als “selbstsichere Macher mit Nehmerqualitäten”.

Was Bewerber schätzen

Geschätzt wird in den Bewerbungsverfahren vor allem der persönliche Kontakt zum potenziellen Arbeitgeber, heißt es bei Softgarden weiter: “Dazu gehört auch eine transparente und schnelle Abwicklung des Auswahlverfahrens sowie die Möglichkeit, bei einer Absage ein auf die Qualität der eigenen Performance eingehendes Feedback zu bekommen.” Dies wird laut Seifert oftmals mit dem Wunsch verbunden, sich verbessern zu können.

Allein, die Realität sieht oft anders aus. Viele Interviewpartner sagten, dass sie den Umgang von Arbeitgebern mit Interessierten als “unangemessen oder gar respektlos” wahrnehmen. Gründe für den Unmut sind vor allem die “gefühlt” zu lange Dauer des Prozesses und die Enttäuschung über keine oder automatisierte Absagen. Bewerber hätten in den Gesprächen mit den Ethnologen immer wieder darauf hingewiesen, nicht menschlich, nicht individuell behandelt worden zu sein. (ds)

Quelle:
www.personalpraxis24.de