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Mehr Freelancer für die Digitalisierung notwendig?

Mann in Business-Outfit tippt mit den Fingern auf Mitarbeitersymbole
Laut einer Studie erfordert die Digigalisierung einen Mix aus Festangestellten, Zeitarbeitern und Freelancern. Foto: © ktasimar/StockAdobe

Laut der aktuellen Arbeitsmarktstudie im Auftrag des Personaldienstleisters > Robert Half sind knapp zwei Drittel (65 Prozent) der deutschen HR-Manager der Meinung, um Digitalisierungsprojekte erfolgreich umzusetzen, sei eine flexible Personalplanung entscheidend. 68 Prozent der Personalverantwortlichen geben als Grund für den Einsatz von Freiberuflern und Zeitarbeitnehmern an, dass diese ihr Wissen direkt an die festangestellten Mitarbeiter weitergeben sollen. Die richtige Mischung aus Zeitarbeitskräften, freiberuflichen Mitarbeitern und Festangestellten werde immer wichtiger, betont die Studie, für die in Deutschland 702 Personalverantwortliche repräsentativ befragt wurden.

Rund vier von zehn HR-Managern sagen, Freiberufler vermitteln der Belegschaft Kompetenzen

Die HR-Experten wurden gefragt, welche positiven Auswirkungen auf Ihr Team sie durch den Einsatz von erfahrenen freiberuflichen Mitarbeitern bislang festgestellt haben. 38 Prozent der Manager gaben an, ihre Angestellten hätten zuvor fehlendes Wissen und Fachkompetenzen erhalten (aus der Studie geht nicht hervor, ob es sich um eine Auswahl vorgegebener Aussagen oder um Freitextantworten handelte). Ebenso viele Personalverantwortliche sagten, sie hätten eine erhöhte Produktivität festgestellt und noch einmal 38 Prozent gaben an, ihre Ziele durch den Einsatz von Freiberuflern erreicht zu haben.

Ein Drittel der Personalverantwortlichen stellt neue Energie und Motivation durch Einsatz von Freelancern fest

Außerdem stellten 36 Prozent der Personalverantwortlichen fest, der Einsatz von Freelancern habe bei der Stammbelegschaft neue Energie und Motivation bewirkt. Jeweils 32 Prozent der Befragten nannten die Vorteile, ihr Team habe mehr Zeit für strategische Aufgaben gehabt, das Projekt sei termingerecht abgeschlossen worden und für Festangestellte habe sich die Arbeitsplatzsicherheit erhöht. 29 Prozent gaben an, dass Freiberufler oder Zeitarbeitnehmer fest angestellt werden konnten. Darüber, ob der Einsatz von Leiharbeitern und Freiberuflern bei den befragten Unternehmen auch negative Auswirkungen hatte oder die jeweils fehlenden prozentualen Anteile von schlechten Erfahrungen zeugen, gibt die Studie keine Auskunft.

Freiberufler und Zeitarbeitnehmer können Teams in arbeitsintensiven Zeiten kurzfristig entlasten und schaffen so Freiräume, die fest angestellte Mitarbeiter beispielsweise zur Weiterbildung im Umgang mit neuen Technologien nutzen können,

sagt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half. Oft hätten Freiberufler bereits in anderen Unternehmen Transformationsprozesse erfolgreich begleitet. Von diesen Erfahrungen könne die Belegschaft profitieren. Das sei besonders wichtig für mittelständische Unternehmen, die oft noch am Beginn von Digitalisierungsprojekten stünden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.