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Mehr Jobsuchende in Deutschland aus UK

In der Woche nach der Brexit-Entscheidung zeigten sich viele Briten offen für einen Job in Deutschland.
Bild (CCO): pexels.com
In der Woche nach der Brexit-Entscheidung zeigten sich viele Briten offen für einen Job in Deutschland.
Bild (CCO): pexels.com

Die Entscheidung der britischen Bevölkerung am 24. Juni 2016, die EU verlassen zu wollen, hat sich sofort in vielen Bereichen ausgewirkt. Viele Arbeitnehmer in Großbritannien machten sich Gedanken um ihre berufliche Zukunft und haben sich berits nach Stellenangeboten im Ausland umgesehen, auch in Deutschland.

Die Entscheidung über den Brexit brachte nicht nur veränderte Prognosen einiger Konzerne zur Wirtschaftsentwicklung der kommenden Monate und Jahre mit sich, sondern wirkte sich bei Briten auch auf die Jobsuche aus. So zeigt eine erste Auswertung der Jobbörse > Monster, dass in der Woche vor und der Woche nach dem Referendum deutlich mehr Menschen aus Großbritannien auf der deutschen Monster-Webseite nach Jobs gesucht haben. In der Woche nach dem Referendum waren dies rund 44 Prozent mehr als in den drei Wochen vor dem Brexit. Aber auch schon in der Brexit-Woche selbst haben sich bereits 27 Prozent mehr Arbeitnehmer aus dem Vereinigten Königreich nach Jobs in Deutschland umgesehen.

Freizügigkeit und Arbeitsplatzsicherheit als Faktoren bei der Jobsuche

Noch ist unklar, auf welcher Basis Briten künftig außerhalb des Vereinigten Königreichs arbeiten und Ausländer in Großbritannien beschäftigt sein können. Freizügigkeit war bisher in vielen Branchen ein wichtiger Baustein für den wirtschaftlichen Erfolg. Nun müssen die Rahmenbedingungen mit der Aktivierung des Artikels 50 des Vertrags von Lissabon neu verhandelt werden. Doch schon hat der neue Brexit-Minister Davis angekündigt, dass es für Menschen, die kürzlich nach Großbritannien gezogen sind, kein Bleiberecht geben soll.