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Online-Stellenangebote im zweiten Quartal 2018

Auf einer PC-Tastatur liegen Scrabble-Steinchen mit den Buchstaben J O B S.
Im vergangenen Quartal dieses Jahres nahm die Zahl der online veröffentlichten Jobangebote gegenüber dem Vorjahresquartal erneut zu.
Foto: © PhotoSG/Fotolia.de

Rund 4,37 Millionen Stellenanzeigen wurden hierzulande im vergangenen Quartal online veröffentlicht – ohne Praktika, freiberufliche Tätigkeiten, Nebenjobs, freiwillige Arbeit und Volontariate. Jedes Stellenangebot wurde auf durchschnittlich 2,24 verschiedenen Jobportalen und Websites veröffentlicht. Zieht man die Mehrfachschaltungen ab, bleiben 1,94 Millionen Stellenangebote; das sind 4,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus der Studie zum virtuellen Arbeitsmarkt Q2 2018 von Jobfeed hervor, der Big Data Jobplattform von Textkernel, die die Online-Stellenangebote von Jobbörsen und Karriereseiten sammelt.

Bundesweiter Stellenzuwachs nur bei Großunternehmen

59,3 Prozent der im zweiten Quartal veröffentlichten Jobangebote stammten von direkten Arbeitgebern, das waren 6,6 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2017. Die Anzahl der Stelleninserate von Personalvermittlern – die restlichen 40.7 Prozent – nahm um den gleichen Prozentsatz ab. Mehr als die Hälfte (54,8 Prozent) und damit die meisten Anzeigen kamen von Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, allerdings waren das 2,1 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. In der Größenordnung 500 bis 5000 Unternehmen wurden 22 Prozent der Jobinserate geschaltet, 0,1 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2017. Firmen mit mehr als 5000 Beschäftigten inserierten 23,2 Prozent aller Jobs, das entspricht einem Zuwachs von 2,2 Prozent. Die Top-Fünf der direkten Arbeitgeber waren Deutsche Bahn, Rewe Group, Robert Bosch, Continental AG und die AWO Sachsen Soziale Dienste gemeinnützige GmbH.

Branchen Industrie und Technik, Handel und IKT vorn

Mit einem Anteil von 21,9 Prozent war Industrie und Technik weiterhin die Branche mit den meisten Stellenangeboten. Sie gewann gegenüber dem Vorjahresquartal noch 0,9 Prozent hinzu, ebenso wie die IKT-Branche, die auf einen Anteil von 11,5 Prozent kam und an dritter Stelle stand. Die zweitmeisten Jobinserate wurden im Handel veröffentlicht mit einem Anteil von 16,8 Prozent an allen Stellenangeboten und einem Anstieg von 0,3 Prozent. Auf den Rängen vier und fünf folgten Unternehmensdienstleistungen mit 9,7 Prozent und Gesundheitswesen/Sozialwesen mit 7,4 Prozent.

Mitarbeiter für Administration und Kundenbetreuung am meisten gefragt

Unter den Berufsgruppen waren Mitarbeiter in Administration und Kundenbetreuung mit einem Anteil von elf Prozent aller vakanten Stellen am meisten gefragt. Knapp dahinter rangierten Produktion (10,8 Prozent) und IKT (10.6 Prozent). Während die Nachfrage nach Jobs in Administration und Kundenbetreuung um 0,7 Prozent und in IKT um 1,3 Prozent zunahm, ging sie in der Produktion um 1,6 Prozent zurück. Am vierhäufigsten gesucht wurden Mitarbeiter im Gesundheitswesen (neun Prozent, Rückgang um 0,1 Prozent). Beschäftigte in Verkauf und Handel nahmen Platz fünf ein (8,9 Prozent, Anstieg um 0,3 Prozent).

NRW bietet die meisten Stellen, Berlin verzeichnet den größten Zuwachs

Die Analyse nach Bundesländern zeigt, dass in Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 18,4 Prozent erneut die meisten Jobangebote veröffentlich wurden, trotz eines Rückgangs von einem Prozent. Auf den Folgeplätzen lagen Bayern mit 17,9 Prozent (Rückgang um 0,3 Prozent) und Baden-Württemberg mit 15,4 Prozent (Anstieg um 0.6 Prozent). In allen östlichen Bundesländern ging die Nachfrage leicht zurück, nur in Mecklenburg-Vorpommern blieb sie gegenüber dem zweiten Quartal 2017 unverändert. Gleichbleibend blieb der Anteil der Stellenausschreibungen auch in Niedersachsen und im Saarland. In Westen ging der Anteil gemessen an allen deutschlandweiten Jobangeboten außerdem in Schleswig-Holstein und in Rheinland-Pfalz zurück, während Bremen, Hessen, Hamburg und vor allem Berlin (plus 1,3 Prozent) eine Zunahme verzeichneten. In Berlin war der Zuwachs auch schon im ersten Quartal 2018 am stärksten. Vor allem die Wachstumsrate der IKT-Branche ist dort überdurchschnittlich hoch, sie hatte dort im letzten Quartal einen Marktanteil von 20,09 Prozent.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.