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HR bleibt bei IT-Freelancer-Akquise außen vor

Mann in Businesskleidungen hält einen kleinen Einkaufswagen in der Hand
Jeder vierte IT- und Engineering-Freelancer wird von der Einkaufsabteilung aquiriert.
Foto: © terovesalainen/Fotolia.de

Bei Projekten, die externes Fachwissen benötigen, oder bei Personalmangel in Spitzenzeiten arbeiten Unternehmen häufig mit Freiberuflern zusammen. Eine Befragung von > Gulp unter 101 IT- und Engineering-Freelancern hat nun ergeben, dass es in erster Linie die jeweiligen Fachabteilungen oder der Einkauf sind, die die Freiberufler beauftragen. Fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) gab an, von der IT- oder Fachabteilung den Auftrag erhalten zu haben. Rund ein Viertel (23 Prozent) wurde vom Einkauf beauftragt. Bei 17,8 Prozent ging die Akquise direkt von der Geschäftsführung aus. Lediglich in fünf Prozent der Fälle wurde die Personalabteilung einbezogen.

Rechtliche und persönliche Aspekte werden ohne HR zu wenig beachtet

Die Studienautoren waren von diesem Ergebnis überrascht à la “So werden oft im Einkauf nicht nur Waren besorgt, sondern eben auch Fachkräfte”. Doch HR und Personalbeschaffung müssten enger zusammenarbeiten, da neben fachlichen auch rechtliche und persönliche Themen zu beachten seien. So stelle sich die Frage, ob mit dem üblichen Vorgehen eine reibungslose Zusammenarbeit mit der angestellten Belegschaft möglich sei, ob Prozesse durchgesetzt würden und wie es mit den Themen Scheinselbstständigkeit, Datenschutz und Datensicherheit aussehe. Die Freelancer wurden auch nach ihrer Sicht zu künftigen Herausforderungen für Unternehmen befragt. Danach nannten 67,5 Prozent den Fachkräftemangel, knapp 60 Prozent Scheinselbstständigkeit und 42,5 Prozent mangelnde Agilität in Projekten. Fast 30 Prozent sahen Datenschutz und Datensicherheit als Problem.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.