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Nutzungshäufigkeit in Deutschland

On-Site-Werkverträge sind Werkverträge zwischen Betrieben, bei denen die Arbeiten auf dem Betriebsgelände des Auftraggebers ausgeführt werden. Ende letzten Jahres waren rund 212 000 Mitarbeiter im Rahmen von On-Site-Werkverträgen beschäftigt. Das zeigen Daten einer aktuellen Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dafür wurden 12 900 Betriebe repräsentativ befragt.

Tätigkeiten jedes Qualifizierungsniveaus gefragt

On-Site-Werkverträge sind in allen Wirtschaftsbereichen zu finden, wobei es die meisten dieser Verträge im Bereich Ernährung/Textil/Bekleidung/Möbel gibt, gefolgt vom Baugewerbe und dem Bereich Information und Kommunikation. Große Unternehmen greifen häufiger auf solche Verträge zurück als kleine und mittlere Betriebe. Die im Rahmen von On-Site-Werkverträgen ausgeführten Arbeiten sind breit gefächert. Sie reichen von einfachen Arbeiten wie Reinigung und Grünanlagenpflege bis hin zu hochqualifizierten Tätigkeiten wie spezialisierten Bau- und Montagetätigkeiten oder Projektentwicklung.

Motive: Fachkräftemangel, Kosteneinsparung und mehr Flexibilität

Zu den wichtigsten Motiven für die Nutzung von On-Site-Werkverträgen gehört laut einer ergänzenden qualitativen IAB-Befragung von 30 Betrieben, dass die betreffenden Arbeiten nicht oder nicht mehr zum Kerngeschäft gehören und dass dafür kein eigenes Personal gebunden werden soll. Ein häufiger Grund ist auch der Mangel an qualifiziertem Personal. Außerdem nannten die befragten Unternehmen Kosteneinsparungen bei der Personalsuche und im Einstellungsprozess, aber auch die Einsparung von Kosten, um qualifiziertes Personal im Betrieb zu halten, sowie in der Personalverwaltung. Darüber hinaus stellt eine Steigerung der betriebsinternen Flexibilität bei der Auftragserfüllung ein wichtiges Motiv dar.

Die meisten der 30 befragten Betriebe gaben an, dass sich die Tätigkeiten zwischen Stammbelegschaft und Werkvertragsarbeitnehmern unterscheiden. Das ist besonders dann der Fall, wenn Kosteneinsparungen der Grund dafür sind, On-Site-Werkverträge vereinbaren. Wenn das Motiv jedoch eine Steigerung der Flexibilität ist, zum Beispiel bei kurzfristigen Auftragsspitzen, verrichten die Werkvertragsarbeitnehmer eher die gleichen Tätigkeiten wie die Stammbelegschaft.

Die IAB-Studie steht > hier als Download bereit.

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