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Deutlicher Zuwachs in 2017

Die Zahl der online geschalteten Jobangebote hat im letzten Jahr um fast ein Fünftel zugenommen.
Foto: © kebox/Fotolia.de
Die Zahl der online geschalteten Jobangebote hat im letzten Jahr um fast ein Fünftel zugenommen.
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2017 wurden von den Arbeitgebern hierzulande insgesamt über sieben Millionen Jobanzeigen online gestellt. Der Mai war mit mehr als 650 000 Inseraten der stärkste Monat, gefolgt von März und November. In Nordrhein-Westfalen wurden mit einem Anteil von 19,3 Prozent die meisten Stellenanzeigen veröffentlicht, 1,9 Prozent mehr als 2016, als noch Bayern vorn gelegen hatte. 2017 lag Bayern mit 18 Prozent Online-Jobinseraten auf Platz zwei. Baden-Württemberg folgt mit 15 Prozent auf dem dritten Rang. Am Ende der Skala liegen Mecklenburg-Vorpommern mit 1,7 Prozent, Bremen mit 1,1 Prozent und das Saarland mit 0,7 Prozent. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie zum virtuellen Arbeitsmarkt 2017 von > Textkernel. Grundlage der Untersuchung sind 38 Millionen online veröffentlichte Stellenanzeigen in Jobbörsen und auf Karriereseiten. Dass der Stellenzuwachs am deutschen Arbeitsmarkt im letzten Jahr fast rekordverdächtig war, erklärt sich laut Textkernel vor allem durch die momentane Hochkonjunkturphase.

Größter Zuwachs an Jobangeboten bei Unternehmensdienstleistungen

Die Analyse nach Branchen ergab, dass die meisten Online-Jobinserate 2017 mit 21,1 Prozent in Industrie und Technik veröffentlicht wurden, wenngleich die Anzahl gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zurückging. An zweiter Stelle lag der Handel mit 16,8 Prozent, jedoch auch einem leichten Rückgang um 0,7 Prozent. Es folgen die IKT-Branche mit 10,5 Prozent und einem Plus von 0,2 Prozent, Unternehmensdienstleistungen mit 9,8 Prozent und dem höchsten Zuwachs (2,8 Prozent), und Gesundheitswesen/Soziales mit 7,6 Prozent und einem Anstieg um 0,9 Prozent.

Bei Berufsgruppen liegt die Produktion vorn

Beim Stellenmarktanteil nach Berufsgruppen zeigt sich, dass die Produktion mit 11,8 Prozent den Spitzenplatz einnimmt und mit zwei Prozent Plus auch den höchsten Zuwachs an Online-Jobanzeigen verzeichnete. Jobs in Administration und Kundenbetreuung kamen auf 10,4 Prozent (Rückgang um 0,3 Prozent), Berufe im Gesundheitswesen auf 9,5 Prozent (minus 0,2 Prozent), in der ITK auf 9,4 Prozent (0,9 Prozent weniger) und die Berufsgruppe Installation, Reparatur und Wartung lag bei 9,2 Prozent, was einem Rückgang um 0,6 Prozent entspricht. Der Anteil von Jobs mit hohem Ausbildungsniveau nahm leicht zu von 26,8 auf 27,4 Prozent.

Daimler, Deutsche Bahn und Robert Bosch schalteten die meisten Jobinserate

Fast jedes zweite online geschaltete Jobinserat stammt von Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern. Am meisten Online-Stellenangebote veröffentlichte im letzten Jahr die Daimler AG mit über 110 000 Jobs. Auf Platz zwei und drei lagen die Deutsche Bahn mit mehr als 8500 Inseraten und Robert Bosch mit über 8000 Stellenanzeigen, gefolgt von der Bertrandt AG und der Continental AG.

Auf der Website der Arbeitsagentur wurden mit mehr als 2 300 000 Jobs fast doppelt so viele Online-Stellenangebote inseriert wie auf den Jobbörsen von Xing (über 800 000) und Stepstone (mehr als 400 000) zusammen.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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