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Praktikumsplätze für Flüchtlinge

Eine neue Initiative in NRW vermittelt Handwerksbetrieben Flüchtlinge für ein Praktikum.
Foto: © Daniel Ernst/Fotolia.de
Eine neue Initiative in NRW vermittelt Handwerksbetrieben Flüchtlinge für ein Praktikum.
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Flüchtlinge haben mit vielen rechtlichen und bürokratischen Hürden zu kämpfen, wenn sie arbeiten wollen. Andererseits gibt es in Deutschland viele unbesetzte Stellen. Die neue Initiative “Integrationsbetrieb.Handwerk” in Nordrhein-Westfalen will jungen Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern, indem sie sie im Rahmen eines Praktikums mit Handwerksbetrieben zusammenbringt.

Handwerksbetriebe in NRW, die Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive ihren Betrieb, den Beruf sowie die Qualifizierungs- und Beschäftigungschancen in ihrem Handwerk zeigen möchten, können unter > www.iq-netzwerk-nrw.de/integrationsbetrieb Praktikumsangebote platzieren.

Erste Chance für Integration

Um die Qualität des Praktikums zu sichern, dürfen sich nur Betriebe eintragen, die Mitglied einer Handwerkskammer in NRW sind und eine Ausbildungsberechtigung haben. Die Praktikumszeit ist auf maximal drei Wochen begrenzt. Danach sind – in Absprache mit der zuständigen Arbeitsverwaltung und mit Unterstützung weiterer Akteure und (Förder-)Programme – weitere Schritte in Richtung eines Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisses möglich. Es kann überprüft werden, ob ausländische Berufsqualifikationen anerkannt werden und welche sprachlichen und berufsfachlichen Qualifizierungswege denkbar sind.

Beratung und Vermittlung durch spezielle Anlaufpunkte

Zurzeit entstehen 30 Integration Points der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und von weiteren Partnern des IQ Netzwerks NRW. Den Beratern, die sich dort in der Flüchtlingsberatung und Arbeitsmarktintegration engagieren, stehen die Daten der Betriebe, die sich auf der Website eintragen, zur Verfügung. So kann bereits im Vorfeld geklärt werden, ob eine Berechtigung zum Absolvieren eines Praktikums besteht. Außerdem findet eine vorbereitende Beratung und gezielte Vermittlung ins Praktikum statt.

Die Praktikumsinitiative für Flüchtlinge des IQ Netzwerks NRW steht unter der Schirmherrschaft von Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, und Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Damit Arbeitsmarktintegration gelingt, sollten wir so früh und so individuell wie möglich diejenigen zusammenbringen, die letztlich den Erfolg in der Hand haben: Menschen, die eine gute Perspektive mehr als nur verdient haben und Betriebe des Handwerks, die motivierte Fachkräfte brauchen,

sagt Hans Peter Wollseifer.

Koordinator des IQ Netzwerks NRW ist der Westdeutsche Handwerkskammertag in Düsseldorf, die Dachorganisation der Handwerkskammern in NRW. Das Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung” zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

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