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Praxishilfe für den Berufseinstieg geflüchteter Frauen

Zwei Drittel der weiblichen Flüchtlinge sind ohne Ausbildung - Potenzial für deutsche Betriebe.
Foto: © Daniel Ernst/Fotolia.de
Zwei Drittel der weiblichen Flüchtlinge sind ohne Ausbildung – Potenzial für deutsche Betriebe.
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Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und das Bundesfamilienministerium haben gemeinsam die Broschüre “Perspektiven bieten – So gelingt der Berufseinstieg geflüchteter Frauen in Ihr Unternehmen” erstellt. Der Leitfaden zeigt auf, wie Betriebe von den Stärken geflüchteter Frauen profitieren können, und nennt Lösungsansätze für besondere Herausforderungen. Unternehmen, Berater und Multiplikatoren finden darin hilfreiche Informationen rund um die Beschäftigung von weiblichen Flüchtlingen sowie Praxistipps und Ansprechpartner. Konkrete Beispiele zeigen auf, wie geflüchtete Frauen ihren Weg ins Berufsleben in Deutschland gefunden haben.

Junge Migrantinnen frühzeitig für Ausbildung gewinnen

Zwischen 2012 und 2016 sind mehr als 500 000 Frauen und Mädchen unter teils schwierigsten Fluchtbedingungen nach Deutschland gekommen. Drei Viertel von ihnen sind Mütter und häufig allein für die Kinderbetreuung verantwortlich. Auch verfügen rund zwei Drittel der geflüchteten Frauen über keine berufliche Ausbildung. Gleichzeitig sei der Wunsch groß, zu arbeiten, sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Passende Unterstützungsangebote seien daher wichtig. Er rät dazu, junge Frauen frühzeitig für eine Ausbildung zu begeistern und zu gewinnen. Eine besondere Ansprache und eine konstante individuelle Begleitung könnten dabei helfen. Für Unternehmen sei es eine zentrale Voraussetzung, bei der Gestaltung von Vereinbarkeitsmodellen ausreichend flexibel zu sein. Auch müsse parallel die Betreuungsinfrastruktur ausgebaut werden.

Der Praxisleitfaden steht > hier als Download zur Verfügung.