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Rekrutierung – raus aus der langweiligen Ecke

Blind Date: Ein Paar mit verbundenen Augen sitzt sich im Restaurant gegenüber
Blind Date wörtlich genommen – warum nicht auch mal im Recruiting? Auf dem Absolventenkongress in Köln ist das möglich.
Foto: © Ljupco Smokovski/Fotolia.de

Absolventen haben heute andere Ansprüche an Arbeitgeber als die Generationen vor ihnen. Und sie können sich in begehrten Berufen zum Teil sogar aussuchen, welches Unternehmen sie wählen. Da gilt es für die Firmen, sich anzustrengen. Was sie sich beim Rekrutieren von Millennials einfallen lassen – von Blind Dates bis zu Start-ups für junge Kandidaten – zeigt der diesjährige Absolventenkongress in Köln.

“Mach, was du liebst!” lautet das Motto des Absolventenkongresses 2017, der am 23. und 24. November in Köln stattfindet und auf dem über 250 Unternehmen vertreten sind. Der Titel zeigt schon, dass es der jungen Generation beim Berufseinstieg nicht nur um ein gutes Gehalt geht, sondern um eine Arbeit, die Freude macht. Außerdem, so haben Befragungen ergeben, erwarten Absolventen vor allem auch eine sympathische Unternehmenskultur. Da ist es wichtig, dass sich Bewerber und Personaler direkt kennenlernen, daher setzt der diesjährige Kongress vor allem auf persönliche Gespräche. Dazu gibt es neue interessante Formate, mit denen die Millennials angesprochen werden sollen und die auch Impulse für andere Recruiter setzen können. Jobsuche und Bewerbung sollen laut Messeveranstalter Frank Dreher, Geschäftsführer des Staufenbiel Insituts, aus der langweiligen Ecke geholt werden.

Blind Recruiting à la “Voice of Germany”

Blind Dates mal anders oder eher im wahrsten Sinn des Wortes: Eine der Neuerungen auf dem Absolventenkongress ist die Bewerbungs-Blackbox für “Blind Recruiting”. Das heißt, einige Bewerbungsgespräche finden in einer Blackbox in völliger Dunkelheit statt; dabei bleibt das Unternehmen bis zuletzt geheim. Diese Bewerbungsform ist angelehnt an das TV-Format “The Voice of Germany”, bei dem die Jury nur die Stimme der Kandidaten hört und davon überzeugt werden muss und nicht von Äußerlichkeiten abgelenkt wird.

Roboterfußball: KI-Wettbewerb um die besten MINT-Jobs

Beim “Phoenix Contact Robotics Cup” geht es um künstliche Intelligenz auf dem Fußballplatz : Auf dem Fußballfeld treten Roboter an, die von Studenten-Teams entwickelt wurden. Die MINT-Talente, die die besten Fußballroboter mit KI entwickelt haben, haben Chancen, sich für einen IT-Job in einem Top-Unternehmen zu qualifizieren und vielleicht direkt auf der Messe rekrutiert zu werden.

“Höhle der Löwen” in der Start-up-Zone

Dieses Jahr gibt es auf dem Absolventenkongress erstmals eine eigene Start-up-Zone. Die jungen Unternehmen haben Rekrutierungsbedarf, auch ist das Interesse von Absolventen an Start-ups in letzter Zeit gestiegen. Häufig verfügen die Neugründungen aber nur über knappe Personalbudgets. Da vielen Berufsanfängern jedoch Selbstverwirklichung wichtiger ist als ein hohes Gehalt, können die Jungunternehmen anders überzeugen. Auch bei der Start-up-Zone diente wieder ein Fernsehformat als Anregung, “Die Höhle der Löwen”: Auf dem Kongress sind nicht nur Gründerteams in Live-Pitches zu erleben, sondern einige Start-ups suchen neben Mitarbeitern auch Co-Gründer.

Neben diesen Recruiting Events gibt es noch viele weitere Features auf dem Absolventenkongress. Mehr Informationen finden Sie › hier.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.