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Sorge der Firmenchefs nimmt zu

“Woher die gesuchten Fachkräfte nehmen?” Das fragen sich Unternehmensleiter immer besorgter.
Bild: © Stasique/Fotolia.com

Derzeit machen sich fast drei Viertel der Führungskräfte (73 Prozent) Sorgen, wo sie in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter finden können. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 63 Prozent und 2012 beschäftigte das Thema erst gut die Hälfte der Verantwortlichen. Das zeigt eine aktuelle internationale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Löste der drohende Fachkräftemangel lange Zeit nur dumpfes Unbehagen aus, bereitet das Thema den Verantwortlichen inzwischen großes Kopfzerbrechen,

sagt Till Lohmann, Partner und Experte für Personalthemen bei PwC.

Dringend gesucht: spezialisierte UND vielseitige Mitarbeiter

Dass es zunehmend an Fachkräften fehlt, liegt, so die Studie, an der Digitalisierung von Unternehmen und Produktion und den dadurch steigenden Anforderungen an die Fähigkeiten der Mitarbeiter. Um sich auf die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt einzustellen, müssen die Mitarbeiter nach Einschätzung der befragten Geschäftsführer ebenso spezialisiert wie vielseitig sein. Dadurch wird die Personalplanung immer komplexer. Um dem Problem zu begegnen, suchen heute 81 Prozent der Unternehmen bewusst nach Mitarbeitern, die über ein breiteres Spektrum von Fähigkeiten und Kenntnissen verfügen. Auch Kooperationen spielen eine Rolle: Für mehr als jedes vierte Unternehmen ist der Bedarf an hochqualifizierten Fachleuten ein Hauptgrund, mit anderen zusammenzuarbeiten.

Vielfalt als Lösung und Lockmittel

71 Prozent der Firmen werben Personal in anderen Ländern oder Branchen an oder versuchen, ältere Arbeitnehmer zu integrieren. 90 Prozent der CEOs, die Konzepte zur Diversität und Inklusion vorantreiben, sind der Ansicht, dass Vielfalt entscheidend dazu beiträgt, sich als Arbeitgeber für Toptalente attraktiv zu machen. 85 Prozent der Führungskräfte meinen, dass sich diese Strategie insgesamt positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirkt. In Deutschland entwickeln 70 Prozent der befragten Unternehmen Diversity-Konzepte gegen den Fachkräftemangel, das entspricht international dem siebten Platz.

Das vorhandene Know-how der eigenen Talente wird zu wenig analysiert

Im Zuge der Digitalisierung stehen den Unternehmen genügend aussagekräftige Daten zur Verfügung. Vier Fünftel der Manager geben auch an, dass die Auswertung von Daten für ihre Firma strategisch wichtig ist. Doch nur knapp die Hälfte (46 Prozent) nutzt diese Daten, um intern die Struktur ihrer Belegschaft zu analysieren und herauszufinden, ob die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter optimal zum Einsatz kommen.

Für den 18. Annual Global CEO Survey “People strategy for the digital age – A new take on talent” befragte PwC 1.322 Manager und Führungskräfte in 77 Ländern, 33 CEOs standen für ausführliche Gespräche zur Verfügung.

Die Studienergebnisse stehen > hier zum Download bereit.

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