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Stellenanzeigen für Couchsurfer & Co optimieren

Die Jobsuche auf der Couch per Smartphone ist am beliebtesten, jeder Zweite sucht aber auch von unterwegs.
Foto: © Focus Pocus LTD/Fotolia.de
Die Jobsuche auf der Couch per Smartphone ist am beliebtesten, jeder Zweite sucht aber auch von unterwegs.
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Mehr als zwei Drittel der Jobsuchenden hierzulande nutzen inzwischen das Smartphone, um nach Stellen Ausschau zu halten. Die meisten suchen in den eigenen vier Wänden nach Jobs, viele aber auch von unterwegs. Eine Studie kommt deshalb zu dem Schluss, dass Unternehmen ihre Stellenangebote auf die verschiedenen Nutzungssituationen ausrichten müssen.

Das Smartphone ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Laut einer aktuellen Befragung von Bewerbern ist es für 87 Prozent das wichtigste digitale Gerät geworden. Der private Laptop spielt noch für gut 60 Prozent eine wichtige Rolle und jeder Dritte nutzt regelmäßig ein Tablet. Entsprechend findet heute auch die Jobsuche überwiegend mobil statt: 71 Prozent nutzen dafür das Smartphone. Rund zwei Drittel greifen auf den privaten Laptop zurück und ein Drittel auf ein Tablet. Nur zehn Prozent machen von einem beruflichen PC oder Laptop Gebrauch, um Stellenangebote zu finden. Das sind Ergebnisse einer Studie des regionalen Stellenmarkts > meinestadt.de. Dafür wurden rund 1200 Bewerber zu ihren Suchgewohnheiten befragt.

Jobsuche per Smartphone vorrangig zuhause oder in Wartesituationen

Wer glaubt, das Smartphone sei deshalb das meistgenutzte Gerät für die Stellensuche, weil es auch unterwegs genutzt werden kann, irrt jedoch: 95 Prozent der Befragten suchen vor allem zuhause auf der Couch mit dem Smartphone nach neuen Jobs. 70 Prozent verwenden dafür mehr als 20 Minuten am Stück. Knapp die Hälfte der Teilnehmer sucht auch unterwegs nach einem Arbeitsplatz, etwa im Wartezimmer beim Arzt, im Café oder auf dem Arbeitsweg. Auf der Arbeitsstelle hält dagegen nur knapp jeder Sechste nach neuen beruflichen Möglichkeiten Ausschau. Und wenn, muss es dort schneller gehen: Etwas über die Hälfte der Befragten verwendet dafür lediglich drei bis zehn Minuten.

Ob gründliche Recherche oder der schnelle Überblick – für Arbeitgeber kommt es darauf an, Bewerber in jeder Situation und auf jedem Gerät mit dem passenden digitalen Angebot zu überzeugen,

kommentiert Georg Konjovic, Geschäftsführer von meinestadt.de, die Befragungsergebnisse.

Candidate Focused Recruiting für unterschiedliche Bedürfnisse

Es reicht nicht, so die Studie, einfach nur das Anzeigendesign für mobile Endgeräte zu optimieren. Arbeitgeber müssten ihre Stellenangebote auf das Informationsbedürfnis des Bewerbers in verschiedenen Nutzungssituationen ausrichten – ob zuhause oder unterwegs. So könnten sie potenzielle Kandidaten besser ansprechen. Stellenanzeigen, die in Ruhesituationen gelesen werden, müssten andere Anforderungen erfüllen als in Situationen, bei denen ein schneller Überblick gefragt ist. Das bedeutet, dass Stellenanzeigen so gestaltet sein sollten, dass Jobsuchende alle relevanten Informationen auf den ersten Blick direkt erkennen können. Die Informationen sollten direkt am Anfang des Stellenangebots in übersichtlicher Form dargestellt sein. Erst im zweiten Schritt – für die ausführlichere Recherche in Ruhesituationen, etwa zuhause auf dem Sofa – seien weiterführende Informationen zum Stellenangebot, zum Arbeitgeber oder zur Unternehmenskultur relevant und sollten dann bei Bedarf aufgerufen werden können.