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Stellenbesetzung verlängert sich

Viele Unternehmen haben wegen zu langer Einstellungsprozesse schon gute Kandidaten verloren. Foto: © Africa Studio/Fotolia.de
Viele Unternehmen haben wegen zu langer Einstellungsprozesse schon gute Kandidaten verloren. Foto: © Africa Studio/Fotolia.de

Mehr als jeder zweite Personalmanager (54 Prozent) gibt an, dass sich die Besetzung offener Stellen im Vergleich zu vor drei Jahren verzögert hat. Jeder Zehnte davon sagt, dass sich die Dauer des Einstellungsprozesses sogar erheblich verlängert hat. Für 36 Prozent hat sich die Zeitdauer nicht verändert und bei zehn Prozent hat sie sich verkürzt. Das geht aus der aktuellen Arbeitsmarktstudie 2016 von > Robert Half hervor, für die in Deutschland 200 HR-Manager befragt wurden.

Höhere Erwartungen der Bewerber und zusätzliche Gesprächsrunden

Der häufigste Grund für lange Einstellungsverfahren ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften. 61 Prozent der Personaler gaben an, es sei zuletzt immer schwieriger geworden, passende Bewerber zu finden. Allerdings stellen auch immer mehr HR-Verantwortliche fest, dass die Ansprüche der Bewerber an den potenziell neuen Arbeitgeber gestiegen sind. Immerhin 54 Prozent nennen dies als Ursache, die die Prozesse spürbar in die Länge zieht. Für rund jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) ist eine höhere Anzahl an Bewerbungen ein Verzögerungsgrund. Für ebenso viele spielen zusätzliche Gesprächsrunden eine Rolle; die Firmen nehmen sich länger Zeit, um die richtige Bewerberauswahl zu treffen und Risiken durch falsche Personalentscheidungen zu vermeiden.

Lange Einstellungsprozesse schrecken Bewerber ab

In die Länge gezogene Rekrutierungsprozesse bleiben nicht ohne Folgen: Die Dauer des Einstellungsprozesses entscheidet immer häufiger darüber, ob ein Unternehmen den Wunschkandidaten für sich gewinnen kann. Mehr als jeder zweite befragte Arbeitgeber in Deutschland (52 Prozent) hat aufgrund der langen Wartezeit bis zur Personalentscheidung bereits einen präferierten Bewerber verloren.