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Online-Jobsuche: Trends in 2018

Mehrere Screens übereinandergelagert, auf dem oberen ist eine Zeitung abgebildet, darauf eine Lupe, die das Wort
2018 zeigten sich bei der Online-Jobsuche gegenüber dem Vorjahr einige neue Tendenzen. Zum Beispiel interessierten sich Fachkräfte stärker für Stellen im Gesundheitswesen.
Foto: © rondabroc.com/StockAdobe

Im vergangenen Jahr haben Fachkräfte am häufigsten Jobs in Vertrieb und Marketing gesucht. Weitaus öfter als zuvor interessierten sich die Nutzer für freie Stellen im Gesundheitswesen. ITler suchen inzwischen weniger allgemein, sondern spezifischer, etwa nach Programmiersprachen oder konkreten Berufsbildern.

In der Online-Jobbörse > Stepstone haben Nutzer in Deutschland im letzten Jahr am häufigsten das Stichwort Marketing eingegeben. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten Vertrieb und Personal, gefolgt von Logistik, Controller/in und Ingenieur/in. Der Begriff IT war nicht mehr in den Top Five vertreten, dafür stieg die Zahl der Anfragen mit Stichwörtern wie zum Beispiel SAP, Java oder Data Scientist stark an. Offenbar grenzen IT-Fachkräfte ihre Suche mittlerweile spezifischer ein. Einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erfuhr die Suche nach Stellen im Gesundheitswesen. Bis zu viermal häufiger gaben Jobsuchende Begriffe wie Gesundheitsmanagement oder Projektmanager Gesundheitswesen in die Suchmaske ein.

Berufswege werden flexibler

Geändert hat sich außerdem, dass Fachkräfte in der Online-Jobbörse öfter nach bestimmten Kenntnissen und Fähigkeiten Ausschau halten, während die Suche nach starren Jobtiteln abnimmt. Auch Suchbegriffe wie Duales Studium oder Quereinsteiger/Quereinstieg waren 2018 so populär wie nie. Diese Entwicklung, so Stepstone, weise daraufhin, dass Karrieren flexibler werden und dass Branchen- und Professionswechsel auch unter berufserfahrenen Fachkräften keine Seltenheit mehr sind.

Russisch als gesuchte Fremdsprache vorn

Die Untersuchung der am häufigsten eingegebenen Fremdsprachen zeigt, dass Fachkräfte kaum noch nach Englisch suchen, da Englischkenntnisse mittlerweile als Standard und nicht mehr als Besonderheit gelten. Stattdessen standen die Sprachen Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch und Polnisch vorn.

Auto- und Technologiefirmen am beliebtesten

Der beliebteste Arbeitgeber, was die Zahl der Suchen betrifft, war laut der Analyse – wie bereits in den Vorjahren – Bosch. Auf den Folgeplätzen rangierten Lidl, Daimler, Siemens, Continental und BMW. Die meistgesuchten Städte waren Hamburg, Berlin, München, Köln und Stuttgart.

Zahl der Jobsuchen aus Großbritannien sprunghaft angestiegen

Ein weiteres Ergebnis der Analyse ist, dass die Anzahl der Jobsuchen aus dem Ausland deutlich zugenommen hat. In Europa kamen die meisten Suchanfragen aus Österreich. Großbritannien auf Platz zwei ist Spitzenreiter, was den Anstieg der Jobsuchen in Deutschland betrifft: Die Zahl hat sich im Vergleich zu 2016 um 92 Prozent erhöht. Österreich ist das Land mit den dritthäufigsten Suchen nach Stellen in Deutschland. Es folgen Frankreich, die Niederlande, Polen, Italien und Spanien. Außerhalb Europas haben am häufigsten Fachkräfte aus den USA Jobs in Deutschland gesucht, danach folgten China und Indien. Laut einer anderen Studie von Stepstone belegt Deutschland nach den USA Platz zwei der beliebtesten Arbeitsmärkte der Welt.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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