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Gefragte Kompetenzen in IT, Finanzen und Geschäftsführung

Mann im Business-Outfit hinter virtueller Scheibe, im Zentrum Text
Vor allem bei CIOs sind strategische Kompetenzen im Zuge der Digitalisierung wichtig.
Foto: © wladimir1804/StockAdobe

Im Rahmen der Arbeitsmarktstudie 2019 fragte > Robert Half 702 Manager mit Personalverantwortung, welche Fähigkeiten ihrer Ansicht nach bei Bewerbern aus dem IT-, Finanz- und kaufmännischen Bereich demnächst verstärkt gesucht werden. Dabei zeigt sich, dass Soft Skills eine größere Bedeutung zukommen wird, auch bei IT-Managern.

Strategisch denkende Chief IoT Officer gewinnen an Bedeutung

Ein Drittel (32 Prozent) der befragten Chief Information Officers (CIOs) ist davon überzeugt, dass mit dem technologischen Fortschritt insbesondere der Chief IoT Officer eine zentrale Rolle spielen wird. In diesem Job geht es darum, die Vertriebs- und Marketingaktivitäten des Unternehmens mit dem Internet of Things (IoT) zu steigern. Aus Sicht der Studienteilnehmer wird in diesem Zusammenhang strategisches Denken im IT-Bereich immer wichtiger; fast jeder Zweite (48 Prozent) gibt dies an. Als weitere besonders relevante soziale Kompetenzen folgen mit einigem Abstand Kommunikation (38 Prozent), Zusammenarbeit (36 Prozent), Anpassungsfähigkeit (34 Prozent), intellektuelle Neugierde (33 Prozent) sowie Belastbarkeit (31 Prozent).

ITler müssen immer mehr auch starke Kommunikatoren sein, da sie den Kollegen neue Technologien nahebringen müssen – eine Aufgabe, die oft viel Geduld und Empathie benötigt,

kommentiert Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half, die Befragungsergebnisse.

Im Finanzbereich werden Risikomanager und entsprechende Fähigkeiten wichtiger

Was den Finanzbereich betrifft, so setzen 29 Prozent der befragten Chief Finance Officers (CFOs) darauf, dass erfahrene Risikomanager an Bedeutung gewinnen werden. Der digitale Transformationsprozess erfordere unternehmerische Entscheidungen, die mit Risiken verbunden sind, diese gelte es bereits im Vorfeld zu analysieren und abzuwägen, so die Studie. Entsprechend gehen mit 36 Prozent die meisten Befragten davon aus, dass strategisches Denken an Bedeutung gewinnt. Jeweils jeder Dritte (33 Prozent) denkt, dass Geschäftssinn und emotionale Intelligenz wichtiger werden. 32 Prozent nennen Belastbarkeit und 31 Prozent glauben, dass Kommunikationsfähigkeit stärker in den Fokus rückt. Auf der Rangskale der sozialen Skills mit je 30 Prozent folgen Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit zu Veränderungsmanagement.

General Manager brauchen vor allem strategische Kompetenz, kommunikative Fähigkeiten und Belastbarkeit

Im kaufmännischen Bereich steht aus Sicht der Studienteilnehmer – wie auch im IT- und Finanzbereich – strategisches Denken als zunehmend gefragte Kompetenz im Vordergrund; diese Fähigkeit nennen 38 Prozent. Kommunikation und Belastbarkeit befinden sich mit jeweils 36 Prozent auf dem zweiten Rang. Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit werden mit je 34 Prozent künftig ebenfalls stärker nachgefragt, noch für Führungskompetenz mit 33 Prozent. Jeder dritte Personalverantwortliche aus dem kaufmännischen Bereich (34 Prozent) ist der Ansicht, dass Digital Learning Manager wichtig werden, um die Fort- und Weiterbildung zu gewährleisten, daher stünden Kommunikation und Zusammenarbeit als gefragte Fähigkeiten hier hoch im Kurs, so die Studie.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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