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Trend zu datenbasiertem Recruiting verstärkt sich

Die Digitalisierung im Recruiting ist auf dem Vormarsch.
Bild (CCO): pexels.com
Die Digitalisierung im Recruiting ist auf dem Vormarsch.
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Inzwischen laufen viele Recruiting-Prozesse digital ab. Doch wie sieht es mit Data Driven Recruiting oder Robot Recruiting aus? Eine Umfrage unter Personalern zeigt, dass smartes datenbasiertes Recruiting bereits in deutschen Unternehmen angekommen ist.

Gut jedem zweiten Recruiter (53,9 Prozent) sind die technischen Möglichkeiten des Data Driven Recruitings bekannt. 15,4 Prozent der Personalentscheider hierzulande sind mit diesen Tools sogar bereits sehr vertraut. Jeder Zehnte (10,5 Prozent) nutzt bereits Chatbots, beispielsweise für die Ansprache von Talenten und in der Bewerberkommunikation. 15,8 Prozent der Personalabteilungen setzen schon Matching-Technologien ein. Nach Ansicht der HR-Experten wird die Nutzung smarter datenbasierter Tools bis zum Jahr 2020 weiter steigen. So sehen etwa 92,3 Prozent bei der Auswertung von Bewerbungen ein sehr großes Potenzial. Das sind Ergebnisse einer Expertenumfrage der Jobbörse > Jobstairs zum Thema “Recruiter 4.0”. Dafür wurden Personalentscheider aus 50 deutschen Top-Unternehmen befragt.

Digitale Kommunikationskanäle im Aufwind

Durch die neuen Technologien wird sich auch die Kommunikation zwischen Bewerbern und Personalern verändern. Zwar ist in den verschiedenen Phasen der Personalauswahl heute noch das persönliche Gespräch oder Telefonat mit Abstand der meist genutzte Kommunikationskanal (bei 95,8 Prozent), aber ein Drittel der Unternehmen setzt bereits digitale Kommunikationstechnologien wie Video-Konferenzen ein und ein Viertel nutzt Instant Messaging Dienste. Drei Viertel der befragten HR-Verantwortlichen denken, dass die persönliche Kommunikation ihre hohe Bedeutung behalten wird und knapp 30 Prozent glauben, sie werde sogar noch wichtiger. Parallel dazu wächst nach Ansicht der Personaler jedoch die Bedeutung digitaler Kommunikationskanäle: Fast sechs von zehn Recruitern (58, 3 Prozent) sehen steigendes Potenzial beim Robot Recruiting und bei Videokonferenzen, 56,5 Prozent bei Chatbot-basierter Kommunikation, 54,2 Prozent bei Online Assessments und 50 Prozent bei Instant-Messaging-Diensten. Auch befassen sich 71,4 Prozent mit dem Einsatz von Virtual (VR) und Augmented-Reality-Anwendungen (AR) im Rahmen des Personalmarketingprozesses und 14,3 Prozent haben bereits entsprechende Projekte umgesetzt.

One-Click-Bewerbung in Zukunft am wichtigsten

Bei der Antwort auf die Frage nach den drei wichtigsten künftigen Bewerbungsformen sind sich die Personaler einig: Alle Befragten nennen an erster Stelle die One-Click-Bewerbung, gefolgt von der mobilen Vorab-Bewerbung (95,7 Prozent) und – nach wie vor – dem Online-Bewerbungsformular (91,3 Prozent). Auf Platz vier steht jedoch bereit die Vermittlung von Bewerbern durch einen Algorithmus (82,6 Prozent). Neben mobilen Bewerbungsformen, so die Studie, werde demnach auch das automatisierte Recruiting immer wichtiger.

Trotz Zuversicht Gefahr von “Entmenschlichung”

Insgesamt blicken die Personalexperten positiv in eine noch stärker datenorientierte Zukunft. Lediglich 13 Prozent sehen Robot Recruiting als Bedrohung an, während 69,8 Prozent gehen davon ausgehen, dass es menschliche Entscheidungen auf eine objektive Grundlage stellt. 82,6 Prozent glauben, Mensch und Maschine würden künftig Hand in Hand arbeiten. Dennoch sehen fast drei Viertel der HRler (73,9 Prozent) in der “Entmenschlichung” des Recruiting die größte Herausforderung im Robot Recruiting. An zweiter Stelle steht mit 65,2 Prozent der Datenschutz.