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Offen für neuen Job trotz negativer Sicht des Arbeitsmarkts

Gestresste Mitarbeiterin mit aggressivem Chef
Vermehrter Stress und Ärger mit dem Vorgesetzten sind die häufigsten Kündigungsgründe.
Foto: © Peter Atkins/StockAdobe

55 Prozent der Bundesbürger, die planen, sich eine neue Stelle zu suchen, denken, dass die Zahl der Arbeitslosen hierzulande in diesem Jahr zunehmen wird. Lediglich zwölf Prozent gehen davon aus, dass die Zahl der Erwerbslosen sinkt. Von den Skeptikern halten dennoch zwei Drittel an ihrem Vorsatz fest, den Job zu wechseln, nur das restliche Drittel will noch einmal darüber nachdenken. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Arbeitsmarktstudie, die Respondi im Auftrag der > Königsteiner Gruppe
durchgeführt hat. Dafür wurden bundesweit 1110 Menschen befragt, die in
den nächsten zwölf Monaten planten, den Job zu wechseln.

Ältere Arbeitnehmer sehen Arbeitsmarkt pessimistischer als jüngere

Die Betrachtung nach Altersgruppen zeigt, dass sich junge Berufstätige zwischen 18 und 29 Jahren von einer möglichen Rezession am wenigsten beunruhigen lassen: Zwar gehen von ihnen 43 Prozent von einem Anstieg der Arbeitslosenzahl aus, doch nur ein Fünftel (20 Prozent) will die Entscheidung, den Arbeitgeber zu wechseln, noch einmal auf den Prüfstand stellen. Von den 40- bis 49-Jährigen erwarten 60 Prozent eine Verschlechterung auf dem Beschäftigtenmarkt und mehr als jeder Dritte (36 Prozent) will überlegen, ob er bei seinem Entschluss bleibt.

Die große Mehrheit will vor der Kündigung erst einen Job in petto haben

Zunächst bleibt die Wechselbereitschaft allerdings theoretisch, denn die meisten Studienteilnehmer wollen ihre Entscheidung abgesichert wissen: 80 Prozent würden nur dann bei ihrem Arbeitgeber kündigen, wenn eine neue Stelle bei einem anderen Unternehmen tatsächlich greifbar ist. Die junge Generation ist sogar noch mehr auf Sicherheit bedacht; bei ihnen beträgt der Anteil 84 Prozent.

Motive für den Jobwechsel: vermehrter Stress auf Platz eins

Die Studie hat auch nach den Gründen gefragt, warum die Menschen einen Wechsel in Betracht ziehen. Danach ist für knapp drei Viertel (74 Prozent) erhöhter Stress der Hauptauslöser. Fast ebenso viele (73 Prozent) lässt Ärger mit dem Vorgesetzten über eine Kündigung nachdenken. An dritter Stelle der Motive stehen mit 59 Prozent zu lange Arbeitszeiten.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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