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Wettbewerb um Talente wird internationaler

Die Europäer bewerten die Zukunft der Arbeit optimistisch. das fördert auch die Mobilität.
Foto: © Sven Hoppe/Fotolia.de
Die Europäer bewerten die Zukunft der Arbeit optimistisch. das fördert auch die Mobilität.
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Gut drei Viertel (77 Prozent) der europäischen Angestellten bewerten die Zukunft der Arbeit optimistisch. Dafür gibt es vor allem drei Gründe: 38 Prozent betrachten ihren Arbeitsplatz als sicher, 27 Prozent rechnen sich wachsende Karrierechancen aus und ebenso viele sind der Meinung, dass ihnen die richtigen Schulungen und Entwicklungsmöglichkeiten für das berufliche Weiterkommen zur Verfügung stehen. Allerdings sind die Berufstätigen in den Ländern, in denen es den größten wirtschaftlichen Abschwung gab, unsicherer mit Blick auf den Job. So sind die Arbeitnehmer in Italien am wenigsten optimistisch; 61 Prozent von ihnen erscheint die Zukunft hinsichtlich ihrer Arbeit als unberechenbar.

Jeder dritte Europäer ist wechselbereit

Die optimistischeren Europäer aber blicken auch enthusiastisch auf neue Jobchancen. Im europäischen Schnitt plant gut ein Drittel (34 Prozent) der Arbeitnehmer, die Stelle innerhalb von drei Jahren zu wechseln. In der Schweiz wollen sich 16 Prozent sogar innerhalb eines Jahres beruflich verändern. Britische Beschäftigte sehen im europäischen Vergleich am seltensten eine langfristige Zukunft bei ihrem Arbeitgeber: Nur 17 Prozent erwarten, den Rest ihres beruflichen Werdegangs im aktuellen Unternehmen zu bleiben. Dagegen glauben in Deutschland 40 Prozent der Beschäftigten, dass sie bis zum Ende ihres Berufswegs in ihrem Firma bleiben werden. Das geht aus der neuen Forschungsstudie “The 2015 Workforce View in Europe” von ADP hervor. Für den Bericht wurden im Juli 11.257 berufsstätige Erwachsene aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Nordirland, Italien, Niederlande, Polen, der Schweiz, und Spanien befragt.

Positive Konjunkturentwicklung verstärkt den Fachkräftemangel

Laut Befragung sieht sich jedes zweite Unternehmen in Europa für den internationalen Wettbewerb gerüstet. Aufgrund des sich verbessernden Arbeitsmarkts wird es für die Firmen jedoch immer wichtiger, Talente nachhaltig zu binden und zu rekrutieren. Aktuell sieht bereits die Hälfte (51 Prozent) aller Befragten den Mangel an frischen Talenten, die in ihre Organisation eintreten, als Problem an und 47 Prozent sind der Ansicht, dass aufgrund mangelnder Anwerbung von Mitarbeitern bereits eine Talentlücke besteht.

Weitgehend positive Haltung gegenüber ausländischen Mitarbeitern

Auch der Verlust von einheimischen Talenten und deren Wissen ist in mehreren Ländern ein Problem: Am meisten Sorgen machen sich Spanier (49 Prozent), Italiener (47 Prozent) und Polen (39 Prozent) über die Abwanderung einheimischer Nachwuchskräfte in andere Länder. Gleichzeitig ist die Haltung gegenüber ausländischen Talenten, die in heimische Arbeitsmärkte eintreten, generell positiv: 79 Prozent aller befragten europäischen Arbeitnehmer geben an, dass neue Kollegen, die aus dem Ausland kommen, keine Gefahr für ihre Organisation darstellen. Dabei zeigen sich die Schweizer am reserviertesten: 36 Prozent sind skeptisch gegenüber ausländischen Mitarbeitern in ihrem Unternehmen und auch für 32 Prozent der Briten ist dies ein Problem.

Die Beschäftigung von Personal mit unterschiedlichem nationalen und kulturellem Background und die Förderung internationaler Mobilität von Talenten sind wesentliche Faktoren, um eine weltweite Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen,

kommentiert Leon Vergnes, Senior Vice President und General Manager für die EMEA-Region bei ADP ES International, die Studienergebnisse. Seiner Ansicht nach werden die Unternehmen auf diese Weise die Vorteile einer engagierten, optimistischen und motivierten Belegschaft ernten.

Weitere Informationen können > hier zum Herunterladen angefordert werden.