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Zuwachs bei Online- und Print-Inseraten

2015 schrieben die Unternehmen in Deutschland fast 2,7 Millionen Stellenanzeigen aus. Gut 2.264.700 Jobangebote entfielen auf Online-Jobbörsen, 425.400 Offerten wurden in Zeitungen und Zeitschriften inseriert. Damit lag das Verhältnis von Print- und Online-Anzeigen bei eins zu fünf. Der Anstieg der Stellenangebote insgesamt ist vor allem auf die wachsende Zahl von Online-Angeboten (plus vier Prozent) zurückzuführen; die Anzahl der Zeitungsinserate nahm gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent zu.

Fast jeder zweite Arbeitgeber inserierte auch in Zeitungen und Zeitschriften

Insgesamt gab es 187.300 Inserenten, davon schaltete etwas mehr als die Hälfte (96.000) mindestens eine Stellenanzeige in deutschen Zeitungen oder Zeitschriften. Dienste von Onlineportalen nahmen 120.700 Firmen in Anspruch, das sind 64 Prozent aller ausschreibenden Unternehmen. Das geht aus dem aktuellen Adecco Stellenindex hervor, mit dem > Adecco monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland auswertet.

Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen setzen auf Printmedien

Zwar dominieren Online-Anzeigen den deutschen Stellenmarkt, jedoch nicht in allen Branchen. So schrieb die öffentliche Verwaltung die Mehrheit der freien Stellen (54 Prozent) in Zeitungen und Zeitschriften aus, dicht gefolgt von der Land- und Forstwirtschaft mit 53 Prozent. Die Mehrzahl der Print-Inserate, 22 Prozent, wurden in der Branche Gesundheit, Soziales und Bildung ausgeschrieben. Mit großem Abstand folgten Handel, Banken und Versicherungen mit einem Anteil von 13 Prozent. Die Industrie belegte mit zwölf Prozent den dritten Platz.

Personaldienstleister bei Online-Inseraten vorn

Die meisten Stellenausschreibungen in Online-Jobbörsen – 26 Prozent – wurden von Personaldienstleistern veröffentlicht. Industrieunternehmen posteten 15 Prozent der Online-Inserate, etwa zwölf Prozent kamen von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern. Einige Unternehmen setzen fast ausschließlich auf das Internet: So veröffentlichten die Personaldienstleister rund 97 Prozent ihrer Stellenanzeigen in einer Online-Jobbörse. Informations- und Kommunikationsunternehmen schalteten 94 Prozent der Anzeigen in Onlinemedien und im Gastgewerbe waren es 91 Prozent.

Printmedien für Handwerker, Onlinejobbörsen für Techniker

Die Untersuchung nach Berufsgruppen ergab, dass die Firmen in Printmedien am häufigsten nach Fachkräften für Bauwesen und Handwerk suchten, für sie gab es 82.200 Stellenangebote. Ebenfalls häufig in Zeitungen und Zeitschriften inseriert wurden Angebote für Spezialisten im Gesundheits- und Sozialbereich (79.400 Anzeigen). An dritter Stelle liegen technische Berufe mit rund 64.600 Zeitungsinseraten.

In Onlinemedien hingegen belegten technische Berufe mit 372.300 Anzeigen den ersten Platz. IT-Fachkräfte wurden in fast 310.900 Online-Anzeigen gesucht, knapp 310.500 Stellen waren in Jobbörsen für Vertriebs- und Verkaufsmitarbeiter veröffentlicht.

Sekretariatskräfte besonders begehrt

Am stärksten gestiegen ist die Anzahl der Stellenangebote im letzten Jahr für Sekretariat, Office Management und Verwaltung mit einem Anstieg von 39 Prozent im Print- und 42 Prozent im Online-Bereich. In Onlinebörsen hat außerdem die Menge an Offerten für Handwerker besonders zugenommen (plus 29 Prozent). In Zeitungen und Zeitschriften gab es 20 Prozent mehr Inserate für Fachkräfte für Gesundheit und Soziales.